Leistungsfähigkeit und Gesundheit im Führungsalltag, aber auch individuelle Leistungsgrenzen standen im Mittelpunkt des ersten Symposiums "Fit for Management" in Arosa. Führungskräfte und Unternehmer aus der Schweiz und dem Ausland informierten sich in Referaten und einem Fachpanel über aktuelle Erkenntnisse aus Psychologie, Gesundheitsforschung und Sport.
Am Abend liefen sie gemeinsam den ersten "Swiss Management Run". Mit 300 Teilnehmern war die Erstauflage des Anlasses ein Erfolg, wie der Veranstalter ESB in einer Mitteilung schreibt.
"Willst Du die Nummer eins sein und auch blieben, musst Du trainieren, wie wenn Du nur die Nummer zwei wärst", resümierte Ex-Spitzentriathlet Olivier Bernhard, der nach Ende seiner Laufbahn nun mit seiner Schweizer Sportschumarke ON grosse Erfolge feiert. Bernhard zeigte anhand von Erlebnissen aus Wettkämpfen auf, wie er sich durch konsequente Eigenmotivation aus schwierigen Situationen rettete.
Burn-out lauert ständig
Dass der Eigenantrieb und die Leistungsbereitschaft von Führungskräften mitunter auch zu weit gehen können, unterstrich HSG-Professor Christian Lässer. "Wer nicht mehr nein sagt, wird getrieben und treibt nicht mehr selber", sagte er mit Bezug auf die ständig lauernde Gefahr eines Burn-outs.
Manager täten sich oft schwer damit, sich selber oder ihrer Umgebung eine Überforderung oder gar ein Scheitern einzugestehen, bestätigte auch Christian Müller, Leiter HR der AXA Winterthur. "Führungskräfte überfordern sich lieber, als um Hilfe zu bitten."
"Scheitern gehört zum Wachsen", unterstrich dazu Mentaltrainierin Martina Melcher. Und Gian Gilli, langjähriger Erfolgstrainer und Sportdirektor von Swiss Olympic bestätigte: "Man muss auch akzeptieren, dass manchmal etwas nicht funktioniert."
Sport als Ausgleich
Unternehmen wie die Axa Winterthur betreiben heute umfassende Programme, um die Leistungsfähigkeit, aber auch die Belastung ihrer Führungskräfte zu überwachen, zeigte das Symposium auf. Sport kann ein guter Ausgleich zum Stress im Führungsalltag sein – aber daneben müssten viele andere Faktoren stimmen, damit eine Führungskraft nicht die Gefahr laufe, auszubrennen und in ein Burn-Out zu geraten.
Zum abschliessenden ersten "Swiss Management Run" teilten sich die Teilnehmer des Symposiums in drei Läufergruppen über 1,2 km, 5 km und 10 km ein. Beim Lauf ging es weniger um Bestzeiten, als um das gemeinsame Erlebnis in der Bündner Bergwelt.
Das erste Symposium "Fit for Management" zog 300 Teilnehmer an und konnte damit die Erwartungen der Organisatoren erfüllen.
Sieger Swiss Management Run 2014
- 10 km Frauen: Badilatti Ursina, Repower AG
- 10 km Herren: Olivier Bernhard, ON AG
- 5 km Frauen: Jessica Do Amparo, joiz
- 5 km Herren: Herrmann Husslein, i believe in you 1,2 km Frauen: Anja Herzog, MS Mail
- 1,2 km Herren: Sascha Fischer Sieger Teamwertung: Swisscom
(pd)
Im Bild oben von links nach rechts: Pascal Jenny (Tourismusdirektor & Initiant SMR), Urs Lehmann (Präsident Swiss Ski), Roger Feiner (Teleclub), Yves von Ballmoos (Zingg Lamprecht), Gian Gilli (Gian Gilli AG), Werner Schiesser (CEO BDO), Reto Osterwalder (Mediatec), Hans-Willy Brockes (ESB & Initiant Swiss Mangement Run).

