Die Schweiz will die Fussball-EURO 2008 zur Werbung in eigener Sache nutzen. Zusammen mit Co-Gastgeber Österreich plant sie eine Reihe von Gemeinschaftsprojekten, wie die Verantwortlichen am Freitag vor der Presse in Wien erklärten.
Der Startschuss erfolgte gleichentags mit dem Schweizer Auftritt als Gastland bei der Hofburg Gala der Wiener Wirtschaft. Vor rund 3000 Vertretern aus Wirtschaft und Politik sollten am Abend das St. Moritz Alphorn Ensemble und das Salonorchester "I Salonisti" auftreten. Als Ehrengast wurde Bundesrätin Doris Leuthard erwartet.
Im Wiener Südbahnhof soll am 22. Januar eine Ausstellung zur Schweizer Verkehrspolitik eröffnet werden. Umgekehrt kann sich Österreich zum Beispiel am Swiss Economic Forum im Mai in Thun in Szene setzen.
Spektakulär dürfte der Schweizer Auftritt in der österreichischen Hauptstadt während der EURO werden. Eine Strandbar am Donaukanal wird zum "Swiss Beach" umfunktioniert. In der "Aufwärmphase" im Mai steht zuvor Schweizer Kultur - von Jazz über moderne Mundart bis Loungemusik - im Mittelpunkt. An der EURO selber gibts alle Spiele auf Grossbildschirmen. Die Veranstalter versprechen Fussballvergnügen in gespannter und zugleich relaxter Atmosphäre. In den Spielpausen sind auch noch kulturelle Darbietungen geplant.
Die Schweiz wird darüber hinaus in aller Welt für sich werben, wie Johannes Matyassi, Leiter von Präsenz Schweiz, erklärte. Unter anderem in Deutschland, Italien, Frankreich, Grossbritannien, China, den USA und Indien sind Projekte geplant, darunter Public Viewings mit geladenen Gästen, Fussballturniere und Freundschaftsspiele zwischen VIP-Mannschaften. (sda)

