Der Schweizer liebstes Kind ist das Sportsponsoring. Mehr als drei Viertel (76,3 Prozent) aller Budgetverantwortlichen der befragten 118 umsatzstärksten Schweizer Unternehmen setzen auf diese Sponsoringart. Auch bei den eingesetzten Etats übernimmt das Sportsponsoring die Führungsposition: Rund die Hälfte (47,1 Prozent) der gesamten Kommunikationsbudgets fliessen dem Sport zu. Zu diesen Ergebnissen kommt die Agentur Pleon C-Matrix in Auftrag gegebene Langzeitstudie "Sponsoring Trends 2006".
Rund zwei Drittel (65 Prozent) aller in der Pleon-Studie befragten Schweizer Firmen setzen Sponsoring als Kommunikationsinstrument ein. Und im Vergleich zu den gesamten zur Verfügung stehenden Kommunikationsgeldern blieben die Sponsoringbudgets während den letzten zwei Jahren stabil. Sie betragen durchschnittlich etwas mehr als einen Achtel der Kommunikationsbudgets.

Mediensponsoring in der Schweiz besonders ausgeprägt
Im Vergleich mit Deutschland und Österreich erfährt das Mediensponsoring in der Schweiz weit breitere Beachtung. In den drei Märkten wird Mediensponsoring durchschnittlich zu 21 Prozent eingesetzt. Für die Schweiz liegt dieser Wert bei 31 Prozent. Die weiteren Sponsoring-Engagements entfallen auf Kunst und Kultur (54,2 Prozent), Soziales (29,7 Prozent), Bildung und Wissenschaft (28,8 Prozent) und Ökologie (5,1 Prozent).

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Zurückhaltung bei internationalem Sponsoring
Nur zurückhaltend engagieren sich die befragten Unternehmen hingegen beim grenzüberschreitenden Sponsoring. Nur gerade ein Sechstel (15 Prozent) der Schweizer Unternehmen engagieren sich hier im Ausland, vorwiegend im europäischen Ausland - und vorwiegend im Bereich Sport. Bei der Einschätzung des Zukunftspotenzials länderübergreifender Kommunikationsmassnahmen zeigt sich die Branche geteilt: Knapp über die Hälfte der Befragten erwartet für Sponsoringeinsätze im Ausland keine wachsende Bedeutung, etwas weniger als die Hälfte der Befragten sieht ganz im Gegenteil grosse Perspektiven und eine erhebliche Bedeutungssteigerung internationaler Sponsoring-Aktivitäten.
Vernetzung des Sponsoring gängige Praxis
Immer häufiger liegen den Sponsoringengagements konkrete schriftliche Planungen zugrunde. Auch die Vernetzung der einzelnen Kommunikationsinstrumente ist inzwischen gängige Praxis. Entsprechend eng wird das Sponsoring-Engagement mit Events (70,3 Prozent), klassischer Werbung (63,6 Prozent), Mitarbeiterkommunikation (55,1 Prozent) und Öffentlichkeitsarbeit (48,3 Prozent) koordiniert. Wissen, was es bringt - das wollen immer mehr Unternehmen und führen für ihre Sponsoringengagements inzwischen überwiegend (63 Prozent) Erfolgskontrollen durch, vornehmlich über Medienauswertungen.

