29.06.2006

Fremdenverkehrsbilanz

Schweizer geben mehr im Ausland aus

Erholung nach dem Einbruch.

Schweizer Touristen geben im Ausland immer mehr Geld aus. Im vergangenen Jahr waren es laut Bundesamt für Statistik (BFS) 11.6 Mrd. Franken. Das sind 5.9 Prozent mehr als im Jahr 2004. 10.1 Mrd. Fr. davon gehen auf Ferien-, Geschäfts- und Kuraufenthalte mit Übernachtungen im Ausland zurück. Grund der deutlichen Ausgabenzunahme ist vorab, dass die Zahl der Übernachtungen zugenommen hat, wie die Fremdenverkehrsbilanz 2005 des BFS zeigt, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Damit habe sich die Erholung nach dem Einbruch in den Jahren 2001 bis 2003 auch im Berichtsjahr fortgesetzt. Gesunken sind hingegen die Ausgaben der Schweizer für Auslandreisen ohne Übernachtung, und zwar um 5.4 Prozent auf 1.4 Mrd. Franken. Etwas weniger dynamisch als die Tourismusausgaben der Schweizer im Ausland entwickelten sich die Ausgaben ausländischer Touristen in der Schweiz. Diese stiegen um 4.7 Prozent auf 13.7 Mrd. Franken.

Werden die Ausgaben der Schweizer im Ausland und die Ausgaben der Ausländer in der Schweiz aufgerechnet, ergibt sich für 2005 ein Aktiv-Saldo in der Fremdenverkehrsbilanz von rund 2.2 Mrd. Franken. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Rückgang von 1.1 Prozent. Mit einem Anteil von knapp über zwei Drittel der gesamten Einnahmen stellte bei den ausländischen Gästen ebenfalls der Reiseverkehr mit Übernachtungen die grösste Einnahmequelle dar. Dabei gaben die Besucher der Hotel- und Kurbetriebe sowie der Parahotellerie fast 6.9 Mrd. Fr. aus, ein Plus von 6.0 Prozent.


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