Börsenspiele um das runde Leder: Das Fussballfieber hat vor Beginn der Weltmeisterschaft auch in der Schweiz auf die Bankenwelt übergegriffen. Es kommen erste Finanzprodukte für fussballbegeisterte Anleger auf den Markt. So bietet die Grossbank Credit Suisse im Hinblick auf die Fussball-WM neu ein Derivat an, das an die Kursentwicklung von Aktien von WM-Sponsoren gekoppelt ist. Zudem profitieren Investoren bei besserem Abschneiden der Schweizer Nationalmannschaft.
Der Anleger erhalte 100 Prozent seines investierten Kapitals zurück, wenn keine der Aktien von WM-Sponsoren um mehr als 25 Prozent unter ihren Anfangswert falle, heisst es in einer Mitteilung der Grossbank vom Mittwoch. Zudem kommt der Anleger ab Erreichen des Viertelfinal der Nati-Elf in den Genuss eines Bonus-Cupons.
In Deutschland, wo die Fussball-WM dieses Jahr ausgetragen wird, bieten erfinderische Banken ihre WM-Fonds, Weltmeister-Zertifikate oder Bonus-Produkte schon seit geraumer Zeit an. Der WM-Rausch in der Finanzwelt hat die deutsche Konsumentenorganisation Stiftung Warentest zu einem Vergleich von vier Angeboten animiert.
Hoher WM-Faktor
Nur bei einer der vier Geldanlagen, deren Erfolg eng an die WM geknüpft sein soll, hält die Stiftung Warentest den Daumen hoch. Eine Festgeldanlage der Volksbank Böblingen/Sindelfingen habe den Sonderpreis für die originellste Idee allemal verdient, heisst es auf der Homepage der Stiftung Warentest. Der "WM-Faktor" sei hoch. Das Festgeld steigt prozentual an, wenn das Team, auf das der Anleger setzt, im WM-Turnier weiterkommt. Dabei gibt es für Aussenseiter mehr Prozente als für Favoriten.

