16.09.2004

C-FILMS

Schweizer Koproduktion gewinnt Emmy Award

Beste Regie im Dokumentarfilm "In the name of god".

Der israelische Filmemacher Dan Setton gewinnt mit einer internationalen Koproduktion seiner israelischer Produktionsfirma set productions, der Zürcherischen C-FILMS AG, Spiegel-TV und HBO den Emmy Award für beste Regie im Dokumentarfilm "In the name of god".

"Alle Nichtmuslime werden in der Hölle schmoren“: Diesen Satz hören Schüler aus der regionalen Umgebung des sogenannten Heiligen Krieges, des Djihads, in der Schule häufig. Kein Wunder zögern sie später nicht, sich für Allah in die Luft zu sprengen und das eigene Leben für ein vermeintlich höheres Ziel zu opfern. Mit einer Dokumentation über die "Rekruten des heiligen Krieges“, wie der Film "In the Name of God“ im Untertitel heisst, hat der israelische Filmemacher Dan Setton mit Spiegel-TV-Reporter Helmar Büchel einen der begehrten Emmy Awards für die beste Regieleistung in einem Dokumentarfilm gewonnen.

Die Dokumentation beschreibt die für Aussenstehende meist unzugängliche Welt des extremistischen Islam. Der Film zeigt religiöse Mädchenschulen in Pakistan, Kindergärten und das schiitische Märtyrerfest Aschura, bei dem Tausende Menschen ihr Blut in einer ekstasischen Zeremonie für Allah opfern. Zudem werden Familien porträtiert, Mütter erzählen vom stolzen Opfer-Tod ihrer Söhne und es wird aufgezeigt, wie radikal-islamistische Parteien durch das Finanzieren von Schulen das Bildungsprogramm mitbestimmen.

Die Dokumentation, die bereits beim renommierten Monte Carlo Television Festival mit der "Goldenen Nymphe" ausgezeichnet wurde, ist auch für den Deutschen Fernsehpreis 2004 nominiert, der am 9. Oktober in Berlin verliehen wird. Sie wurde am deutschen Fernsehen bereits gezeigt, etwa am 14. März bei RTL.


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