Am Samstag hat die Fussball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz begonnen und damit auch der vermeintlich grosse Auftritt für die EM-Sponsoren. Damit diese den Schweizern auch wirklich im Gedächtnis bleiben, müssen die Firmen allerdings noch einiges leisten. So konnten nämlich kurz vor dem Turnierstart bei den Schweizern laut einer Studie nicht alle EM-Sponsoren punkten.
Das Zürcher Marktforschungsinstitut Innofact hat vom 2. bis 6. Juni 2008 630 Verbraucher zur Wahrnehmung der Sponsoren der Fussball EM befragt. Die Studie zeigt, dass die meisten von ihnen -- abgesehen von Coca Cola, McDonald´s und Carlsberg -- kurz vor EM-Start von den Schweizer Verbrauchern nur verhalten wahrgenommen wurden. Die Studie wurde online erhoben und ist laut Innofact internetrepräsentativ.
Carlsberg (37 Prozent) und Coca-Cola (35 Prozent) werden ungestützt am häufigsten als offizielle EM Sponsoren genannt. Wobei sich die befragten Frauen eher an Coca-Cola und die Männer eher an Carlsberg erinnern. Bereits an sechster Stelle folgt mit der Credit Suisse (12 Prozent) ein fälschlicherweise als EM-Sponsor wahrgenommenes Unternehmen. Die Bank wird somit ungestützt stärker wahrgenommen als z.B. die offiziellen Sponsoren wie Adidas, Hyundai, MasterCard oder JVC.
Das langjährige Engagement für die Schweizer Nationalmannschaft trägt damit für die Credit Suisse Früchte, auch wenn zusätzlich ein "Verwechslungeffekt" mit dem eigentlichen Sponsor UBS nicht auszuschliessen ist. 24 Prozent der Befragten haben spontan die UBS als EM-Sponsor genannt.
Falsche Sponsoren Nike und Puma mit guten Werten
Gestützt werden vor allem Coca Cola (81 Prozent) und McDonald´s (75 Prozent) als EM- Sponsoren erkannt, gefolgt von Carlsberg (66 Prozent) und den nationalen Förderern UBS (66 Prozent) und Swisscom (63 Prozent).
30 Prozent der befragten Schweizer nehmen fälschlicherweise Nike als offiziellen EM-Sponsor wahr. Auch Puma (26 Prozent) und Nestlé (22 Prozent) wurden gestützt regelmässig als Sponsoren identifiziert, während beispielsweise die tatsächlichen Sponsoren Hublot (6 Prozent), Ferrero (10 Prozent) oder Castrol (12 Prozent) nur sehr verhalten wahrgenommen werden.
Anzumerken ist noch, dass Hublot zwar die EM sponsert, aber auf Werbung verzichtet und seine Werbeflächen in den Stadien einer Stiftung anbietet, die gegen Rassismus kämpft. Zudem wurde bei der gestützten Befragung nicht nach der Credit Suisse gefragt. Die Studienautoren wollten sich an das Vorgehen einer im Mai 2008 in Deutschland vorgenommenen Studie halten ("persoenlich.com" berichtete), damit die Daten vergleichbar sind. Die Deutsche Studie berücksichtigte die Credit Suisse nicht.
Ergebnisse ungestütze Befragung im Überblick
Fragestellung: Fallen Ihnen spontan einige offizielle Sponsoren der EM ein, wenn auch nur dem Namen nach?

Ergebnisse gestützte Befragung im Überblick
Fragestellung: Bitte kreuzen Sie alle Sponsoren an, bei denen Sie glauben, dass es offizielle Sponsoren (Partner, Event- Sponsoren und Supporter) der Fussball EM 2008 sind.

