30.03.2010

ProSiebenSat.1

Sinkenden Werbeausgaben setzten schwer zu

Jede achte Stelle wurde gestrichen.

Die milliardenschweren TV-Werbemärkte werden nach Einschätzung des Fernsehkonzerns ProSiebenSat.1 nicht so schnell wieder anziehen. Mit einer nachhaltigen Erholung in Europa sei frühestens 2011 zu rechnen. Dieses Jahr dürften die Märkte stagnieren, erklärte die Münchner Firma in ihrem am Dienstag veröffentlichten Geschäftsbericht 2009. 2009 hatten ProSiebenSat.1 und dem Branchenprimus RTL Group die sinkenden Werbeausgaben schwer zugesetzt.

Allein in Deutschland gaben die Unternehmen für TV-Reklame rund zehn Prozent weniger aus als ein Jahr zuvor. Das ist immer noch besser als erwartet - Anfang 2009 war sogar ein Rückgang von 15 Prozent befürchtet worden. Die Fernsehkonzerne steuerten mit Kostensenkungen dagegen; ProSiebenSat.1 vor allem durch einen grossangelegten Personalabbau - etwa jede achte Stelle wurde gestrichen - und mehr Wiederholungen 220 Millionen Euro ein.

Auch eine Dividende für 2009 gab es für die Eigner KKR und Permira nicht, trotz eines Nettogewinns von 145 Mio. Euro. In Zukunft sei eine Ausschüttung aber nicht ausgeschlossen, hiess es nun im Geschäftsbericht. Die beiden Beteiligungsfirmen haben die TV-Gruppe vor einigen Jahren gekauft und ihr einen hohen Schuldenberg aufgebürdet. Zuletzt stand die Fernsehgruppe mit 3,3 Mrd. Euro in der Kreide.


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