03.06.2017

Werbung im öffentlichen Raum

Stadt Bern will Plakate beibehalten

Der Berner Stadtrat hat sich gegen ein Werbeverbot ausgesprochen. Eine Motion hatte gefordert, dass der öffentliche Grund inklusive Bus- und Tramhaltestellen von kommerzieller Werbung befreit wird.
Werbung im öffentlichen Raum: Stadt Bern will Plakate beibehalten
Blick vom Berner Münster auf die Dächer der Berner Altstadt. (Bild: Keystone/Peter Klaunzer)

Plakate von Modeketten, Automarken und Lebensmittel sollen weiterhin den öffentlichen Raum in der Stadt Bern zieren. Der Berner Stadtrat hat sich mit 36 Nein gegen 22 Ja gegen ein Werbeverbot ausgesprochen und damit der Motion von Christa Ammann eine Absage erteilt.

Die Motion forderte, dass der öffentliche Grund inklusive Bus- und Tramhaltestellen von kommerzieller Werbung befreit wird. «Die fortschreitende Kommerzialisierung des Stadtraums hat unbestreitbar negative Effekte auf das Wohlbefinden der Bevölkerung», sagte Christa Ammann von der Alternativen Liste am Donnerstag.

Unterstützung im Stadtparlament erhielt Ammann mehrheitlich von linken Parteien. Für die Mehrheit im Parlament schien jedoch das Kostenargument zu überwiegen. Nur 0,32 Prozent der jährlichen Einnahmen der Stadt mache die Werbung aus, sagte Ammann. Das seien aber 3,4 Millionen Franken und damit keine Kleinigkeit, argumentierte hingegen der Gemeinderat (sda/clm)


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