23.11.2011

Charles Vögele

Stellt die Eigenmarken ein

Verzichtet auf Casa Blanca, Biaggini und Kingfield.

Charles Vögele hat die Struktur der Konzernleitung neu definiert sowie eine angepasste Markenstrategie verabschiedet. Die aktuelle Konzernleitung, seit Mitte September 2011 bestehend aus dem CEO Frank Beeck und dem CFO Markus Voegeli, soll laut einer Mitteilung des Unternehmens in Zukunft mit einem Chief Operating Officer (COO) und einem Chief Commercial Officer (CCO) ergänzt werden. Die Funktion des CCO wird bis auf weiteres von CEO Frank Beeck in Personalunion geführt. Der Bereich umfasst die Produktentwicklung, den Verkauf inklusiv den entsprechenden Marketingaktivitäten. Der Verantwortungsbereich des COO umfasst die Planung, die Beschaffung der Handelsware sowie die Logistik. Die Suche nach einem COO ist eingeleitet.

Bislang unterstützte Hans Ziegler die Konzernleitung nach dem Wechsel in der operativen Führung des Unternehmens. Zukünftig wird sich Hans Ziegler auf seine Aufgaben als Präsident des Verwaltungsrates der Charles Vögele Holding AG konzentrieren. Der Verwaltungsrat kehrt somit zu seinem ursprünglichen Führungsmodus zurück.

Eine weitere Massnahme betrifft die klare Positionierung und Ausrichtung der Marke Charles Vögele. "Will man im heutigen Umfeld bestehen, muss das Unternehmen sich noch klarer im Markt positionieren und sein Profil schärfen. Die drei bestehenden Hauptmarken Casa Blanca, Biaggini und Kingfield grenzen sich im Kaufverhalten zu wenig voneinander ab", so Beeck. Deshalb setzt die Konzernleitung zukünftig auf die Dachmarke Charles Vögele und verzichtet auf die Eigenmarken Casa Blanca, Biaggini und Kingfield. Sämtliche Kollektionen werden unter der Marke Charles Vögele geführt. Die Abgrenzung der verschiedenen Bekleidungsstile wird innerhalb der Warenpräsentation auf der Ladenfläche geschehen. Die Umsetzung dieser neuen Markenstrategie soll bis zur Frühlings-/Sommerkollektion 2013 vollständig abgeschlossen sein.

Unternehmensleitung rechnet mit schlechtem zweiten Halbjahr

Das wirtschaftlich anspruchsvolle Umfeld, der starke Schweizer Franken sowie der unüblich warme Herbst wirkten sich in den letzten Monaten hemmend auf die Abverkäufe der Charles Vögele Gruppe aus. Hinzu kamen Logistikprobleme in Zusammenhang mit der Inbetriebnahme des Verteilzentrums Süd und dessen Einbindung in die Ablauforganisation. Aufgrund dieser negativen Faktoren rechnet die Unternehmensleitung heute mit einer deutlichen Verschlechterung des operativen Resultates im zweiten Semester des laufenden Geschäftsjahres gegenüber dem ersten Halbjahr 2011.

Mit Blick auf den im Juni 2012 auslaufenden Syndikatskredit führt die Unternehmensleitung aktuell Gespräche mit einem kleinen Kreis von Partnerbanken. Die neue Vereinbarung soll die bestehenden Kredite ablösen und die finanzielle Flexibilität des Konzerns sichern. Zusammenfassend meint Beeck: "Wir sind zuversichtlich, mit den beschlossenen Massnahmen die Weichen für die Rückführung der Charles Vögele Gruppe zu profitablem Wachstum gestellt zu haben." Das Unternehmen präsentiert sein Jahresergebnis 2011 am 06. März 2012. (pd)


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