16.09.2012

Absinth

Streit wird zum Gerichtsfall

Französische Produzenten reichen Beschwerde ein.

Der Plan des Bundes, in der Schweiz nur noch Absinth aus dem Val-de-Travers zuzulassen, wird angefochten. Wie die "NZZ am Sonntag" berichtet, haben mehrere Absinth-Produzenten aus Frankreich Rekurs beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht. "Die Schweiz ist nicht alleinige Besitzerin des Absinths", kritisiert der französische Spirituosenverband, der die Beschwerde anführt. Auch Grossproduzent Pernod Ricard gehört zu den Klägern. Man lasse es nicht zu, dass die Schweiz unter Ausblendung historischer Fakten den Absinth für sich einnehme. Die Kläger argumentieren, dass auch in Frankreich eine lange Absinth-Tradition bestehe. Das Bundesamt für Landwirtschaft hatte demgegenüber in seinem Entscheid argumentiert, Absinth und die gleichwertigen Begriffe Fée verte und La Bleue stünden für einen Schnaps, der unzertrennlich mit dem Val-de-Travers im Neuenburger Jura in Verbindung gebracht werde. (NZZaS)


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen