06.06.2007

Publicis

Studie nimmt Euro 08 unter die Lupe

Schweizer und Österreicher Erwartungen ans Sportereignis.

Publicis Zürich und das Österreicher Marktforschungsinstitut Marketagent.com haben gut ein Jahr vor dem Anpfiff gemeinsam das wohl bedeutendste sportliche Ereignis des nächsten Jahres unter die Lupe genommen. Dazu wurden 1'000 Österreicher und deutschsprachige Schweizer im Alter zwischen 14 und 59 Jahren befragt. Die aufwändige, in beiden Gastgeber-Ländern durchgeführte Studie soll Interessen, Pläne, aber auch Befürchtungen der österreichischen und Schweizer Bevölkerung vor negativen Auswirkungen und Erwartungen an das Event deutlich machen.

Im Rahmen der Studie werden im Monatsrhythmus -- insgesamt 12 Mal -- Entwicklungen zu diesen Themenkreisen in der Bevölkerung abgefragt und Tendenzen aufgezeigt, wie einer Mitteilung zu entnehmen ist. Insbesondere soll der Fokus dabei auch auf der Wahrnehmung der Sponsoren liegen.

Schweizer freuen sich mehr auf Euro 08

Die Ergebnisse der ersten Befragungswelle: 46,2 Prozent aller Befragten hegen nach eigenen Angaben sehr grosses bis eher grosses Interesse an der 13. Fußball-Europameisterschaft. Ein Ländervergleich zeigt dabei, dass die Schweizer die grösseren Fussball-Fans sind. 51,1 Prozent der Schweizer im Vergleich zu "nur" 41,2 Prozent der Österreicher geben an, der Euro 2008 zumindest mit "eher grossem Interesse" entgegenzusehen.

81,4 Prozent der Bevölkerung der gastgebenden Länder planen, (zumindest) einige der Spiele der Euro 2008 mitzuverfolgen. Der Grossteil (55,5 Prozent) will dabei zwischen 6 und 20 Spiele sehen. 16,1 Prozent sind motiviert, alle 31 Spiele mitverfolgen zu wollen. Und schon jetzt wird die Zahl der frei verfügbaren Karten überwiegend als weniger bis überhaupt nicht ausreichend bezeichnet (61,6 Prozent). 43,2 Prozent der Probanden bezeichnen das Vergabesystem der Eintrittskarten als zumindest "eher ungerecht".

Schweizer trauen der Nati mehr zu

Was die Chancen der eigenen Mannschaften betrifft, ist man realistisch: Das Ausscheiden in der Vorrunde erwarten 55,1 Prozent der Österreicher für ihr Team. Die Schweizer sind deutlich positiver gegenüber ihrer Mannschaft eingestellt. Ein Drittel aller Schweizer sieht sie zumindest im Achtelfinale, weitere 30,5 Prozent tippen darauf, dass die Schweiz erst im Viertelfinale ausscheiden wird. Im Schnitt trauen die Schweizer dem eigenen National-Team 4,1, die Österreicher dagegen dem eigenen Team nur 1,7 gewonnene Spiele zu.

Auf die Frage nach negativen Auswirkungen, die man im Zusammenhang mit dem sportlichen Gross-Ereignis erwartet, nennen in Österreich 84,5 Prozent der Probanden (noch ausgeprägter die deutschsprachige Schweiz mit 90,9 Prozent) ‚Gewalt durch Hooligans’ als das grösste zu erwartende Problem im Rahmen der Euro 08. Auch dem Problem der Verkehrsbehinderungen wird mit 85,1 Prozent (CH) bzw. 82,5 Prozent (A) viel Gewicht beigemessen. Immerhin noch über ein Drittel erwartet erhöhte Terrorgefahr (34,6 Prozent).


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