Die Schweizer IT-Branche hat nach drei rückläufigen Jahren trotz eines weiteren Preiszerfalls die Trendwende geschafft. Der Gesamtumsatz ist 2004 wieder um 2.5 Prozent auf 15.76 Mrd. Fr. gestiegen.
Besonders stark zugelegt haben mobile Geräte wie Labtops und Smartphones. Dieses Segment konnte den Absatz um 22.8 Prozent auf 518'000 Systeme steigern, wie aus dem am Donnerstag vorgelegten Marktbericht "Weissbuch 2005" des Branchenexperten Robert Weiss hervor geht.
Ein wichtiger Grund für die Entwicklung sei der deutlich gesunkene Leistungsverbrauch und die damit verlängerte Betriebszeit ab Batterie. Hinzu kamen die vermehrten Einsatzmöglichkeiten für mobile Internetverbindungen (W-LAN). Der Anteil der mobilen Systeme sei in den letzten fünf Jahren von 25 auf rund 40 Prozent gewachsen.
Neue Computer am Arbeitsplatz
Endlich wieder zulegen konnten auch die Desktop-Systeme, wie es heisst. Das Wachstum betrug 13.2 Prozent auf 789'000 Einheiten. Die Prognosen über den PC-Markt seien sowohl bei den Stückzahlen als auch bei den Umsätzen deutlich übertroffen worden. Allerdings wuchs der PC-Markt vorab wegen der Nachfrage von Unternehmen (+19.5 Prozent), während die private Nachfrage weniger stark stieg (+3.3 Prozent).
Anfang 2005 sind in der Schweiz laut "Weissbuch" erstmals über 6 Millionen PCs im Einsatz gestanden, nämlich 6'105'000 Geräte. An den Arbeitsplätzen standen 2.08 Mio. PCs. Damit hatten 73 Prozent der Erwerbstätigen einen Computer am Arbeitsplatz.
Die Heim-PCs sind aber das einzige Gerätesegment, dass einen rückläufigen Umsatz verbuchte. Hintergrund sind die anhaltenden Preisabschläge. In den Heim-Kategorien sanken die Durchschnittspreise um satte 20 bis 27 Prozent, in den Business- Kategorien um 13 bis 17 Prozent.
Licht und Schatten beim Zubehör
Durchzogener ist die Entwicklung bei den Peripheriegeräten. Der PDA-Markt (elektronische Agenden) konnte den Umsatz von 68 Mio. auf 90 Mio. Fr. steigern. Dies sei vor allem dem stark wachsenden Smartphone-Segment zuzuschreiben.
Bei den Bildschirmen betrug das Absatzwachstum zwar 8.1 Prozent auf 800'000 Stück. Der Umsatz aber sank um 8.9 Prozent. Auch der Druckermarkt kämpfte mit einem starken Preisdruck (-27,3 Prozent), was zu einem Umsatzrückgang von 23.8 Prozent auf 335 Mio. Franken führte. Bei den Servern resultierte ein leichter Umsatzanstieg von 0.6 Prozent auf 1.725 Mrd. Franken.
HP mit grösstem Marktanteil
Nach Marken führend im totalen PC-Markt ist mit einem Marktanteil von 21.5 Prozent HP. Auf den weiteren Plätzen liegen Dell, Acer, Fujitsu Siemens Computer und Apple.

