Nach dem Verbot der Hochzeit mit Sunrise durch die Weko reagiert Orange mit einer Neustrukturierung: Der drittgrösste Mobilfunkanbieter der Schweiz will seine Präsenz in den Regionen ausbauen. Es würden zehn neue regionale Kompetenzzentren gebildet, teilte Orange am Dienstag vor den Medien in Zürich mit. Diese bekämen weitgehende Befugnisse in Marketing, Kundenberatung, Support und regionalen Engagements. Damit will Orange dem lokalen Einkaufsverhalten der Kunden besser gerecht werden und neue Kunden gewinnen.
Zudem will die Tochter von France Télécom das Mobilfunknetz ausbauen. In den nächsten fünf Jahren würden dafür über 700 Millionen Franken investiert. Die Geschwindigkeit zum Surfen im Internet von unterwegs werde stellenweise bis auf 14,4 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) erhöht. Zudem rüstet Orange ihr bisheriges 2G-Handynetz nun auch mit der Übertragungstechnik EDGE auf, um höhere Übertragungsgeschwindigkeiten zu ermöglichen. Die Swisscom hatte diese Technik allerdings schon vor sechs Jahren eingeführt.
Darüber hinaus setzt Orange auf digitale Unterhaltung. So soll zum Beispiel das TV-Angebot neben dem Handy neu auch auf dem PC funktionieren. Und es kommen neue Smartphones auf den Markt, die von namhaften Herstellern produziert und unter der Marke Orange verkauft werden. (sda)

