19.06.2006

Studie

Unternehmen wollen die Zahl ihrer Marken reduzieren

Mehrmarkenstrategie führt nur selten zu Spareffekt.

60 Prozent der Unternehmen, die eine Mehr-Marken-Strategie verfolgen, planen innerhalb der nächsten zwei Jahre die Anzahl der Marken zu reduzieren. Dies ergab eine Studie der Beratungs- und Agenturgruppe Marketing Partner aus Wiesbaden. Zwei Drittel der befragten Unternehmen gab an, ihr Mehr-Marken-Portfolio um bis zu 25 Prozent reduzieren zu wollen. Bei einem Drittel der Unternehmen stehen sogar mehr als 25 Prozent aller Marken auf dem Prüfstand.

Durchschnittlich führen die befragten Firmen 8 Marken. Knapp 90 Prozent der Markenexperten nannten als einen der Gründe für die Verkleinerung ihres Marken-Portfolios, dass das zur Verfügung stehende Budget für die Führung aller Marken zu gering sei. Die Studie offenbart gemäss den Autoren das zentrale Problem des Multibrand-Managements: Die Mehrmarkenstrategie führt nur selten zu einem Einspareffekt. Meist erzeugt sie sogar zusätzliche Kosten. Daher können Multi-Markenportfolios zu negativen Skaleneffekten führen.

"Einer der Hauptaufgaben des Mehrmarkenmanagements wird es künftig sein, den Nutzen der Markenstrategie und die zusätzlich anfallenden Kosten gegeneinander abzuwägen und das Portfolio entsprechend zu gestalten.", erklärt Hans Meier-Kortwig, Markenexperte bei Marketing Partner.


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