22.01.2009

eBay

User verlieren die Lust am Handeln

Negativer Ausblick: 2009 schrumpft Umsatz massiv.

Jetzt hat es auch den Onlinehändler eBay erwischt. Der weltweite Wirtschaftsabschwung hat das Auktionshaus mit voller Wucht erwischt. Der Konzerngewinn brach in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres um 31 Prozent auf 367 Millionen Dollar ein. Der Umsatz ging um 7 Prozent auf 2,04 Milliarden Dollar zurück, wie eBay bekanntgab. Noch im Vorquartal hatte eBay ein Umsatzplus von 12 Prozent verzeichnen können.

"Das Weihnachtsgeschäft war hart und sehr umkämpft", stellte Konzernchef John Donahoe fest. Die Online-Verkaufsplattform leidet zunehmend unter der Konkurrenz des US-Onlinehändlers Amazon. Hinzu kamen Wechselkursbelastungen durch den wieder stärkeren Dollar. Mehr als die Hälfte seiner Umsätze erzielt eBay im Ausland. Im reinen Marktplatzgeschäft (eBay, Shopping.com, StubHub) brach der Umsatz im Schlussquartal um 16 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar ein. Die Besucherzahlen nahmen ab. Gut 60 Prozent der Konzernerlöse kommen aus dieser wichtigsten Sparte - Tendenz sinkend.

Weil das klassische Versteigerungsgeschäft lahmt, setzt eBay vermehrt auf Verkäufe zu Festpreisen wie bei anderen Online-Händlern. Im Geschäft mit elektronischem Bezahl-Service (PayPal) wuchs der Umsatz dagegen zum Vorjahr um 11 Prozent auf 623 Millionen Dollar. Auch Skype legte bei den Erlösen mit sogar plus 26 Prozent auf 145 Mio. Dollar deutlich zu. Der Internettelefonie-Dienst gewann 35 Millionen neue Nutzer - insgesamt sind es nun mehr als 405 Millionen.

Negativer Ausblick: Im Gesamtjahr 2008 konnte eBay den Umsatz noch um 11 Prozent auf 8,54 Milliarden Dollar steigern. In den ersten Monaten 2009 rechnet eBay mit einem anhaltenden Abwärtstrend. Der Umsatz schrumpfe möglicherweise auf bis 1,8 Milliarden Dollar. (sda)


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