Online-Ableger von Print-und TV-Marken werden häufiger zur Informationssuche genutzt als die Websites reiner Internet-Serviceportale. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und Seven-One Interactive, dem Online- und Multimediavermarkter der Pro-Sieben-Sat-1-Gruppe, in Kooperation mit der Berliner Agentur Diffferent. Das berichtet Horizont in der Online-Ausgabe von Freitag.
Ziel der Studie war es, die Nutzung und das Werbepotenzial verschiedener Internetseiten zu vergleichen. Dazu dienten die Online-Angebote von sieben Printprodukten (Focus Online, Spiegel Online, Stern.de, Bild.de, Zeit.de, Welt.de, Sueddeutsche.de), drei TV-Angeboten (Prosieben.de, RTL.de, Sat1.de) sowie fünf Serviceportalen (T-Online, Web.de, Yahoo, GMX, Freenet) als Basis für die Umfrage unter 800 Internet-Usern ab 14 Jahren.
Laut Studie vertrauen die Nutzer bei der Informationssuche im Web eher den Print- und TV-Marken: 58 Prozent der Befragten gaben an, Print- und TV-Websites zu nutzen, um sich einen Überblick über aktuelle Angebote zu verschaffen, 56 Prozent, um konkrete Produktinformationen zu erhalten. Sie haben auch bei der Entscheidungsfindung einen Bonus: 63 Prozent suchen hier nach unabhängigen Empfehlungen. Dagegen sind Portale bevorzugte Anlaufstellen, wenn es um Routinehandlungen oder die Nutzung von Services wie E-Mail-Abfrage geht.

