21.04.2004

Vielfältige GfM-Trend-Tagung in Zürich

"Future Fitness" lautete das Leitthema der 14. Marketing-Trend-Tagung der Schweizerischen Gesellschaft für Marketing (GfM) vom Mittwoch im Zürcher Kongresshaus. GfM-Präsident Elmar Wohlgensinger (Bild) wies darauf hin, dass Future Fitness anders als beim Joggen wenig mit den Füssen zu tun habe. Future Fitness spiele sich vielmehr im Kopf als geistige Fitness ab. Sinn und Zweck der Tagung sei es, ein Gespür für die wichtigsten Trends der Zeit zu entwickeln. -- "persoenlich.com" präsentiert die Inhalte, den Film und die Bilder vom Anlass.
Vielfältige GfM-Trend-Tagung in Zürich

Namhafte in- und ausländische Referenten beleuchteten die vielfältigen Aspekte eines zeitgemässen Marketing. Zukunftsforscher Matthias Horx (Bild) meinte in seinen Thesen, dass in den übersättigten Märkten der Gegenwart und der Zukunft Marketing wieder zu seinem Ursprung, nämlich der Innovationsentwicklung und Strategieführung, zurückkehren soll. Dabei gelte es vor allem Produkte zu schaffen, die sich deutlich von den alten Massen-Produkten unterscheiden sowie Wertschöpfungsketten zu konstruieren, die sich von den industriellen differenzieren.

Namhafte in- und ausländische Referenten beleuchteten die vielfältigen Aspekte eines zeitgemässen Marketing. Zukunftsforscher Matthias Horx (Bild) meinte in seinen Thesen, dass in den übersättigten Märkten der Gegenwart und der Zukunft Marketing wieder zu seinem Ursprung, nämlich der Innovationsentwicklung und Strategieführung, zurückkehren soll. Dabei gelte es vor allem Produkte zu schaffen, die sich deutlich von den alten Massen-Produkten unterscheiden sowie Wertschöpfungsketten zu konstruieren, die sich von den industriellen differenzieren.

Es seien vier Achsen, welche die Evolutionslinien des Konsums von Morgen symbolisieren: die Zeit- und Dienstleistungsmärkte, die Discount- und Trashmärkte, die Luxus- und Statusmärkte sowie die Erlebnis- und Entertainmentmärkte, so Horx. "Der Übergang vom konventionellen Informations-Marketing zum innovativen Inspirations-Marketing orientiert sich an der Innovation der Produkte selbst, am Trend-Wissen über die veränderten Bedürfnisse des 'Prosumenten', an der Integration des Marketing in die Entwicklung eines Produktes oder einer Marke, an den Märkten für Lebensqualität, die Produkte immer mehr als Dienstleistungen statt als "Dinge" positionieren, sowie an Comittment und Fairness für eine Marke, die auch Krisen und Infragestellungen übersteht."

Unter dem Titel "Kommunikation jenseits von Kommunikation -- Fragmente eines neuen Kommunikationsmodells" vermittelte Thomas Sevcik (Bild), CEO des Kreativ-Think-Tanks arthesia, Zug/Los Angeles, den interessanten Denkansatz, dass Kommunikation sich von einem Kostenmodell zu eine Wertmodell und damit zu einer Investition entwickeln könne. Als Beispiel erwähnte er die Volkswagen-Autostadt, wo Besucher bezahlen, um 6 Stunden lang Kommunikation von VW zu erfahren. Kommunikation werde so zum Wert und werde eines Tages als Teil der steigenden und intangiblen Assets eines Unternehmens bilanziert werden können, gab sich Sevcik zuversichtlich.

Einen detaillieren Einblick in die Thematik des "Marketing Performance Measurement", das mit einem Controlling verglichen werden kann, vermittelte Prof. Dr. Torsten Tomcak, Universität St. Gallen. Er bemerkte, dass Unternehmen, die sich mit "Marketing Performance Measurement" befassen, signifikant erfolgreicher seien als solche, die dies unterliessen. Der Referent betonte, dass das Messen der Marketing-Effizienz eine Notwendigkeit sei und es ein Luxus sei, das Messen den Erbenzählern zu überlassen.

In den ersten drei Wochen seit der Einführung des Konzeptes "Heidi" hat die Migros mit dem neuen Produkt einen Umsatz von 1.76 Mio. Franken erzielt, informierte Urs Riedener (Bild), Leiter Departement Marketing der Migros. Mit "Heidi" will Migros die stärkste Milchprodukte-Marke der Schweiz aufbauen, die Schweizer Berglandwirtschaft langfristig mit einer steigenden Nachfrage stärken sowie allfällige Potenziale für Schweizer Milchprodukte im Ausland ausschöpfen.

In den ersten drei Wochen seit der Einführung des Konzeptes "Heidi" hat die Migros mit dem neuen Produkt einen Umsatz von 1.76 Mio. Franken erzielt, informierte Urs Riedener (Bild), Leiter Departement Marketing der Migros. Mit "Heidi" will Migros die stärkste Milchprodukte-Marke der Schweiz aufbauen, die Schweizer Berglandwirtschaft langfristig mit einer steigenden Nachfrage stärken sowie allfällige Potenziale für Schweizer Milchprodukte im Ausland ausschöpfen.

Innovative Produkte, innovative Produkte und die dazugehörigen Stories sowie innovative Produkte erleben bezeichnete Walter Zibung, Area Central Manager, Adidas-Salomon AG, München, als die drei Hauptpfeiler des Salomons-Maketings.

Mit dem Thema "Corpororate Culture -- Lifting für ein überzeugendes Image nach aussen" befasste sich die Organisationsentwicklerin Ariane Curdy (Bild), Coppet. Sie betonte, dass der Mensch in den Mittelpunkt zu stellen sei. Als Fazit ihrer Ausführungen wies sie auf folgende Punkte hin: Förderung der Verantwortlichkeit (Empowerment) und Selbststeuerung der Mitarbeiter-"Autonomy"; Stärkung der Kommunikation und der Transparenz und somit der Vertrauensbasis zwischen Hierarchieebenen und Berufen inerhalb eines Unternehmens; Belebung des Firmenzugehörigkeitsgefühls und der Mitarbeitermotivation-"Community".

Publizist Roger de Weck, Zürich und Berlin, war der Tagung sowie der Diskussion mit Botschafter Johannes Matassy, Leiter Präsent Schweiz, und Prof. Dr. Bruno Gehrig, VR-Präsident der Swiss Life Holding, zum Aspekt der Future Fitness für die Schweiz einmal mehr ein gewiefter Moderator.

(Text: Roger Manzardo).

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