20.01.2008

Boris Becker

Wegen Sportgate im Visier der Ermittler

Ex-Tennisprofi des versuchten Prozessbetrugs verdächtigt.

Die Staatsanwaltschaft München ermittelt erneut gegen Boris Becker. Im Fall des insolventen Internetportals Sportgate steht der Ex-Tennis-Profi laut dem Nachrichtenmagazin "Focus" angeblich im Verdacht des versuchten Prozessbetrugs. Becker habe unter Vorspiegelung falscher Tatsachen versucht, die Zahlung von 1,5 Millionen Euro an die insolvente Sportgate zu vermeiden, berichtete "Focus" vorab aus seiner neuen Ausgabe unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft München.

In einem Rechtsstreit um eine von Becker angeblich abgegebene Haftungsverpflichtung in Höhe von 1,5 Millionen Euro habe der einstige Tennis-Weltstar ausgesagt, dass es sich dabei nur um eine spontan verfasste Übergangsverpflichtung gehandelt habe. Der Richter zweifelte dem Bericht zufolge daran und übergab die Prozessakten der Staatsanwaltschaft. Becker war im vergangenen August wegen der Sportgate-Pleite zu Schadenersatz von rund 114'000 Euro verurteilt worden. Damals hatte das Oberlandesgericht München eine vom Insolvenzverwalter eingereichte Klage gegen Becker auf Zahlung von 1,5 Millionen Euro zurückgewiesen. (sda)


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