16.09.2004

Umfrage

Weibliche Solidarität ein Mythos?

Konkurrenzkampf unter Kolleginnen untersucht.

Liefern sich Frauen am Arbeitsplatz Konkurrenzkämpfe und behindern sich so gegenseitig bei der Karriere? 80 Prozent der Umfrage-Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Schweizer Karriereportals jobpilot.ch halten weibliche Solidarität für einen Mythos. 47 Prozent glauben, dass zwischen Frauen immer der Konkurrenzkampf herrscht. 33 Prozent meinen, dass Frauen Frauen gegenüber mindestens kritisch eingstellt seien. 15 Prozent beobachteten allerdings noch nie, dass Frauen sich gegenseitig behinderten und immerhin 5 Prozent sehen unter Frauen Netzwerke entstehen, in denen sie sich besonders unterstützen.

In der Schweiz haben 251 Personen an der Umfrage teilgenommen, die von insgesamt 4390 TeilehmerInnen und Teilnehmern aus Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Polen, der Schweiz, Tschechien und Ungarn beantwortet wurde.

Die Beobachtung, dass Frauen sich im Job nicht gegenseitig behindern, haben nur zwölf Prozent der Teilnehmer gemacht. Am wenigsten ausgeprägt scheint ein Konkurrenzkampf unter Frauen in Tschechien zu sein, hier haben 26 Prozent noch nie festgestellt, dass sich Frauen behindern. In Italien dagegen stimmen nur vier Prozent dieser Aussage zu.

In Italien ist die Ansicht über den weiblichen Konkurrenzkampf am weitesten verbreitet, 69 Prozent der Teilnehmer sind der Meinung, dass sich Frauen im Job gegenseitig behindern. Dass Frauen gegenüber anderen Frauen zumindest sehr kritisch sind, glauben 31 Prozent aller Teilnehmer. In Frankreich ist diese Ansicht mit 49 Prozent am weitesten verbreitet, in Tschechien mit 18 Prozent am wenigsten.


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