Noch vor drei Jahren boomte die Wellness-Welle. Inzwischen ist das Verlangen nach organisierter Entspannung und geregeltem Müssiggang gesunken. Fitness und Gesundheit stehen dagegen weiterhin hoch im Kurs. Das ergab eine repräsentative Umfrage der Düsseldorfer Agentur Mediaedge:cia.
Ob Dienstleistungen oder Produkte für das Wohlfühl-Programm daheim -- das Interesse an Wellness-Angeboten habe im Vergleich zu 2003 nachgelassen. Fast alle Dienstleistungen würden mittlerweile seltener genutzt. Starke Rückgänge (minus sieben Prozent) seien zum Beispiel bei Entspannungstrainings wie Yoga zu beobachten.
Bei Sauna und Dampfbad hat die Zahl der regelmässigen Anwender gemäss Studie um vier Prozent abgenommen. Dennoch sind Sauna und Dampfbad mit 14 Prozent die Spitzenreiter unter den regelmässig genutzten Wellness-Angeboten, gefolgt von Fusspflege mit zwölf Prozent sowie Massage und Solarium mit jeweils neun Prozent.
Auch bei den klassischen Wellness-Produkten ebbt die Nachfrage laut Studie ab. Favorit sind hier Sauna-Aufgüsse für den Hausgebrauch. Sie weisen zwar insgesamt ein leichtes Plus auf, werden jedoch ebenfalls nicht mehr so regelmässig genutzt wie vor drei Jahren. Zudem hat der Einsatz von Haarkuren, Aromabädern und Gesichtsmasken deutlich nachgelassen.
Überhaupt legen nur noch knapp zehn Prozent der Befragten regelmässig Wellness-Tage ein, um sich vom Alltagsstress zu erholen. Das ist ein Rückgang um 4.4 Prozent. Jeder Fünfte hat für Wellness und Fitness keine Zeit (plus 6.5 Prozent). Und: Fast jeder Dritte findet den ganzen "Schönheits- und Wellness-Kult" für völlig übertrieben (plus 5.5 Prozent).

