Die Migros will weltweit nur noch mit Lieferanten zusammenarbeiten, die sich an minimale soziale Standards halten. Dazu schliesst sie mit allen Non-Food-Produzenten einen Vertrag ab, der unter anderem Zwangs- und Kinderarbeit verbietet.
Mit dem Vertrag werde den Herstellern von Spielwaren, Elektrogeräten, Textilien oder Möbeln auch Diskriminierung auf Grund von Geschlecht und Rasse untersagt, teilte die Migros in einem Communiqué am Dienstag mit. Ausserdem sollen die Arbeiter Mindestlöhne und eine Garantie auf das Recht auf Versammlung erhalten.
Die Einhaltung dieses Verhaltenskodex' sei Bediungung für künftige Lieferungen an die Migros. Die Umsetzung der Verträge werde von den zwei international anerkannten Firmen Exo-Tex und ITS überwacht und kontrolliert, hiess es weiter.
Erste Kontrollen in diesem Jahr
Die Verträge würden Ende Februar verschickt, sagte die Migros-Projektleiterin Ethik und Umwelt, Fausta Borsani, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Die Kontrollen oder Audits in den am meisten gefährdeten Branchen und Ländern fingen noch in diesem Jahr an.

