11.05.2023

Digitale Werbefläche

Werbebildschirme trotz Abbau-Postulats beantragt

Entgegen dem Entscheid des Gemeinderats zum Komplettabbau der digitalen Werbeflächen hat die Stadt Zürich Anträge für neue Werbebildschirme gestellt. Die Werbeflächen seien aber in Wirklichkeit interaktive digitale Stadtkarten.
Digitale Werbefläche: Werbebildschirme trotz Abbau-Postulats beantragt
Bei den beantragten digitalen Werbeflächen handelt es sich gemäss Amt für Städtebau um interaktive City-Pläne. (Bild: Amt für Städtebau, Stadt Zürich)

In den vergangenen zwei Wochen hat die Stadt Zürich 14 Baubewilligungen für neue Werbebildschirme beantragt, von denen etwa die Hälfte neu errichtet werden sollen, wie die NZZ in der Printausgabe vom Donnerstag berichtete. Dies widerspreche aber der Entscheidung des Zürcher Stadtparlamentes, die Leuchtdrehsäulen und digitalen Werbeflächen auf dem Stadtgebiet ausser Betrieb zu nehmen (persoenlich.com berichtete).

Die Stadt erklärt gegenüber der Zeitung, dass diese Werbebildschirme keine Werbetafeln im eigentlichen Sinne seien, sondern interaktive digitale Stadtkarten. Der Bau dieser sogenannten City-Pläne – mit Werbefeldern auf der Rückseite – wurde schon vergangenes Jahr bewilligt. Zudem baue das Amt für Städtebau für jede neue digitale Werbetafel drei analoge ab, hiess es weiter.

Gemäss NZZ werde am Beschluss festgehalten, da die Entscheidung zum Abbau noch kein verbindlicher Parlamentsbeschluss sei und die Stadt laufende Verträge mit Plakatfirmen einzuhalten habe. (yk)


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KOMMENTARE

Christian Hänggi
12.05.2023 23:05 Uhr
Das Hochbaudepartement kann beschönigen, wie es will. Fakt ist: Es missachtet den Willen des Parlaments, das nicht nur in einem, sondern in zwei Postulaten festgehalten hat, dass keine weiteren Werbungen zu bewilligen und die bestehenden Screens wieder abzubauen sind. Wenn ein Infoscreen auf der Rückseite (Vorderseite?) Werbungen zeigt, dann ist es ein Werbebildschirm. Wenn das Amt für Städtebau neue Bildschirme bewilligt, wie es seit dem ersten Postulat getan hat, dann tangiert das keine laufenden Verträge mit Plakatfirmen.
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