12.04.2007

Deutschland

Werbemarkt wächst

"Mehr Werbung wirkt Kaufzurückhaltung entgegen."

Der Brutto-Werbemarkt in den klassischen Medien ist in Deutschland in den ersten drei Monaten mit einem Volumen von 4,8 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr um 6,6 Prozent gewachsen. Die Automobilhersteller investierten am stärksten in Werbung, angeheizt durch die CO2-Diskussion, so die Ergebnisse des Marktforschungsunternehmens Nielsen Media Research, das heute, Donnerstag, die Bruttowerbeaufwendungen für das erste Quartal veröffentlicht hat. Somit konnte der durch die Mehrwertsteuer befürchtete Dämpfer zunächst abgefedert werden.

"Die Aufbruchstimmung im Werbemarkt setzt sich erfreulicherweise auch im Verlauf des Jahres 2007 weiter fort", sagt Ludger Wibbelt, Geschäftsführer von Nielsen Media Research. Die Werbewirtschaft forderte die Unternehmen noch im vergangenen Jahr dazu auf, die Werbeetats zu erhöhen, um der Kaufzurückhaltung entgegenzusteuern, die mit Inkrafttreten der Mehrwertsteuererhöhung erwartet wurde.

Die Automobilkonzerne bewarben ihre Produkte mit zusätzlichen 51,9 Mio. Euro und investierten insgesamt 399,9 Mio. Euro. Sie steigerten ihre Werbeaufwendungen beim Plakat um 225 Prozent auf 38,4 Mio. Euro. Das Werbemedium Plakat hat seine Werbeeinnahmen dadurch um 27 Prozent auf 176 Mio. Euro erhöhen können. Mit Abstand stärkster Werbetreibender der Autobranche war Toyota Deutschland. Stark zeigten sich in dem Quartal die Süsswarenhersteller, die mit Plus 23,3 Prozent ihre Werbeaufwendungen um 26,7 Mio. Euro auf 141,3 Mio. aufstockten.


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen