04.11.2005

Zürich

Werden Radarfallen bald gesponsert?

Beispiel von Hewlett Packard in Dubai.

Die Bussenpraxis des Zürcher Stadtrats hat zu grosser Kritik geführt. In einer Rede an der Car-Show Zürich hat nun sogar Bundesrat Blocher seinen Unmut über die kleineren Toleranzen bei Tempokontrollen geäussert, wie der Tages-Anzeiger berichtet. In Zürich wird man innerorts nun ab 53 stat 55 Studnenkilometer gebüsst.

"Durch einen einzigen Federstrich wurden Zehntausende von einem auf den anderen Tag kriminalisiert und das unter dem moralischen Pseudoargument Sicherheit", wird Blocher vom TA zitiert. Der Bundesrat störte sich daran, dass der Autofahrer immer mehr Abgaben bezahlen muss: "Die beste Kuh im Bundesstall hat nicht vier Beine, sondern vier Räder."

Mit Sponsoring die Kassen füllen?

Der Zürcher Stadtrat wurde von vielen Seiten kritisiert, er wolle mit kleineren Toleranzen bei den Tempokontrollen nur die Kassen füllen. Dies zu beurteilen, gebührt anderen Instanzen. "persoenlich.com" möchte aber anhand eines Beispieles aus Dubai eine andere Möglichkeit aufzeigen.

Dort hat man an entlang einer Schnellstrasse, welche Dubai mit Abu Dhabi verbindet, in kurzen Abständen Radargeräte mit Kameras aufgestellt. Dafür wurde mit Hewlett Packard ein Sponsor gefunden, wie die aktuelle Ausgabe des WerbeTrend 2005 berichtet. So werden die Kameras von einem orangefarbenen Kasten ummantelt, der mit dem HP-Logo sowie Appellen an die Vorsicht der Autofahrer geziert ist.

Sponsoring von Radarfallen? Auf den Radarfallen Werbeflächen anbieten? Oder gar die Radarfallen so schmücken, dass sie der Zürcher City-Vereinigung bei ihrer nächsten Sommeraktion dienen könnten, um Touristen anzulocken? Dies sind nur ein paar Ideen, aber die wollte "persoenlich.com" nicht für sich behalten.

(Text: Stefan Wyss)


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