16.10.2015

Star Wars

Yoda-Köpfe, hüfthohe Darth Vaders und ein Computerspiel

Für den neuen Film der Saga wirbt eine Marketingkampagne der Superlative.

Wohl kaum eine Filmreihe hat so viele Fans wie "Star Wars". Zehn Jahre nach "Revenge of the Sith" warten sie sehnsüchtig auf den für Dezember angekündigten neuen Teil – und werden dabei von einer nie dagewesenen Marketingkampagne gelockt.

In einem Metallkasten an den Kassen türmen sich Plastiklaserschwerter. Jedes davon kostet 22,99 Dollar, ein Schnäppchen im Vergleich zur Edelversion in Rot oder Grün zwei Regale weiter für 173,99 Dollar. Drumherum stehen, liegen und hängen Handschuhe, Kappen, Plastikraumschiffe, sprechende Yoda-Köpfe und hüfthohe Darth Vaders, die auf Knopfdruck gruselige Geräusche machen.

Der Hauptladen der Spielwarenkette Toys'R'Us am New Yorker Times Square hat einen Grossteil der Verkaufsfläche für "Star Wars"-Artikel freigeräumt, und die Kette hat für alle ihre Läden in Erwartung des Films eine "aussergalaktische, globale Party" angekündigt.

Bis die mit immenser Spannung erwartete siebte Episode der Saga – "Star Wars: The Force Awakens" – Mitte Dezember in die Kinos kommt, ist es zwar noch rund zwei Monate hin, aber schon jetzt läuft eine Marketingkampagne der Superlative. Die "Star Wars"-Saga hält sowieso bereits den Rekord für die Filmreihe mit dem erfolgreichsten Merchandising-Geschäft, aber wohl noch nie sei ein Film so stark und auf so vielen Kanälen beworben worden wie "Das Erwachen der Macht", sagen Experten.

Werbung teurer als der Film

Schon im vergangenen November hatten die produzierenden Disney-Studios einen ersten Trailer veröffentlicht, der innerhalb einer Woche mehrere Dutzend Millionen Mal angeschaut wurde. Ein zweiter Trailer im April erwies sich als noch erfolgreicher. Die Veröffentlichung eines dritten steht anscheinend kurz bevor.

Das US-Magazin "Vanity Fair" erschien im Mai mit vielen der Darstellern auf dem Cover, abgelichtet von Starfotografin Annie Leibovitz. Auf allen Social-Media-Kanälen und bei Comicmessen wird ebenfalls seit Monaten für den Film geworben.

Zum Merchandising, das seit Anfang September erhältlich ist, gehören auch mehrere Bücher und ein Computerspiel, dessen Entwicklung nach Angaben der "New York Times" alleine 180 Millionen Dollar gekostet haben soll. Neun Millionen Menschen testeten eine erste Beta-Version im Internet.

Am New Yorker Times Square wird es ausserdem eine Ausstellung mit Kostümen aus der Saga geben. Insgesamt sollen die Werbekosten für den Film gemäss Experten deutlich über dem Budget der Dreharbeiten von 200 Millionen Dollar gelegen haben. (sda/dpa)


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