09.05.2007

CH-Tourismus

Zu viele und zu kleine Organisationen

Studie der HSW Luzern stellt "bescheidene Entwicklung" fest.

Im Schweizer Tourismus gibt es immer noch zu viele und zu kleine Organisationen: Diesen Schluss zieht eine Studie der HSW Luzern, die am Dienstag in Basel präsentiert wurde. Mancherorts fehlten auch Effizienz, Mittel und Weitblick.

Das Institut für Tourismuswirtschaft (ITW) der HSW hat zusammen mit dem Verband Schweizer Tourismusmanager (VSTM) die Rahmenbedingungen der Marktingarbeit der Schweizer Verkehrsvereine untersucht. Die Ergebnisse wurden mit jenen einer Studie der Uni Bern von 1993 verglichen.

Das ITW stellt laut Studientext eine "insgesamt eher bescheidene Entwicklung" fest. Viele vor 13 Jahren registrierten Probleme seien weiterhin nicht gelöst. Im Zentrum stehen dabei die Strukturen: "Es gibt immer noch zu viele und zu kleine Tourismusorganisationen". Es hapere etwa an der Aufgabenteilung, was zu Ineffizienz führe.

Schwierig sei auch, Geld zu beschaffen und es gut einzusetzen. Den antwortenden Tourismusorganisationen fehlten zusätzliche Mittel von insgesamt 40 Mio. Franken oder im Schnitt 30 Prozent der aktuellen Budgets.

Eine Schlüsselrolle für Verbesserungen spielt laut ITW die Politik, die bei der nötigen Strukturbereinigung "nicht nach politischen Kriterien, sondern aus der Sicht des Marktes und der Gäste" entscheiden müsse. "Zu fördern sind insbesondere gemeinde- und kantonsübergreifende Destinationen."


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