09.11.2007

V-Zug

Zug in den USA wegen Hingis abgefahren?

Firma wollte mit Tennis-Queen Amerika erobern.

Die Drogen-Affäre von Martina Hingis traf V-Zug im dümmsten Moment. Der Haushaltgeräte-Hersteller hatte vorgehabt, mit der Tennis-Queen den US-Markt zu erobern. Alles sei schon aufgegleist gewesen, schreibt der Blick in der Freitagsausgabe. Doch dann kam der Kokain-Schock -- womit der Zug in den Vereinigten Staaten abgefahren sei.

Nach Bekanntwerden der Kokainvorwürfe hat V-Zug die laufende Kampagne sofort gestoppt. Ende Jahr will das Unternehmen definitiv entscheiden, wie es weiter geht -- dann nämlich sollen alle Fakten auf dem Tisch liegen. Bis dahin allerdings gilt laut V-Zug-Chef Werner Rellstab für Hingis die Unschuldsvermutung.

"Martina Hingis wäre für den US-Markt sicher eine gute Werbeträgerin gewesen", sagt dazu Kommunikationsberater Kaspar Loeb im Blick: Der frühere Publicis-Chef befürchtet, dass von der Kokain-Affäre etwas hängen bleibe. "Ob schuldig oder unschuldig, der Fall Hingis wird eine Referenz in den Archiven, die immer wieder zitiert wird. Einfach fallen lasse könne V-Zug eine Sympathieträgerin wie Hingis nicht -- das käme nicht gut an. Er empfiehlt deshalb, "einen geordneten Rückzug" anzutreten.


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