Viper, das internationale Festival für Film, Video und neue Medien, erlebt von Donnerstag bis Montag in Basel seine 24. Auflage. Das Programm steht heuer unter dem Motto "Generations on the Move". Für den Wettbewerb wurden 133 Arbeiten nominiert. Die Jury traf ihre Auswahl aus 2135 (2003: 1450) Werken aus 73 Ländern, wie die Festivalleitung am Mittwoch vor den Medien bekannt gab. Unter den 133 für den internationalen Wettbewerb ausgewählten Arbeiten stammen 17 aus der Schweiz.
Wer am Sonntag einen der vier mit je 10'000 Franken dotierten Preise erhält, entscheidet die Jury erst in diesen Tagen. Bei Viper stünden die Preisträger im Gegensatz zu andern Festivals nicht im Voraus fest. Sie seien deshalb selbst auch sehr gespannt, sagten die Festivaldirektorinnen Rebecca Picht und Annika Blunck. Festivalzentrum ist dieses Jahr erstmals die Basler Kunsthalle, in der verschiedene Video- und interaktive Installationen gezeigt werden. Insgesamt verfügt Viper über neun Spielorte. Letztes Jahr hatte das Festival 21'300 Besucherinnen und Besucher verzeichnet.
Das internationale Forum unter dem Motto "Generations on the Move" will Zukunftsentwürfe und Lebensformen einer Gesellschaft thematisieren, die von Mobilität und digitaler Technologie geprägt wird. Kernstück der Veranstaltungen ist eine Konferenz, die in Zusammenarbeit mit der Initiative Sitemapping.ch des Bundesamtes für Kultur organisiert wird. Das Festival, das dieses Jahr über ein Budget von rund einer Million Franken verfügt, muss sich finanziell auf eine neue Basis stellen. Die Christoph Merian Stiftung (CMS) hat im September angekündigt, Viper nur noch dieses und das nächste Jahr mit je 275'000 Franken zu unterstützen.

