01.02.2018

No Billag

33 Persönlichkeiten für eine Sache

Ein Staraufgebot gegen die Initiative: Die Produktionsfirmen Plan B Film und B&B Endemol Shine haben eine Hommage an John Cleese gedreht. In den Hauptrollen: Martin Rapold und Gülsha Adilji. Sämtliche Beteiligten engagierten sich ehrenamtlich.
No Billag: 33 Persönlichkeiten für eine Sache
Spielen für ein Nein zu «No Billag»: Hauptdarsteller Martin Rapold; im Hintergrund Moritz Leuenberger, Birgit Steinegger und Franz Hohler. (Bild: Martin Lustenberger/B&B Endemol Shine)

Der neue Film zu «Nein zu No Billag» ist eine Hommage an den legendären Spot, der 1985 für die BBC zu einer ähnlichen Thematik über den Äther ging. In der Hauptrolle beschwert sich Monty-Phyton-Übervater John Cleese über die Höhe der britischen Radio- und TV-Gebühren. Von Persönlichkeiten aus Funk und Fernsehen wird er letztlich aber zur Raison gebracht.

Letzte Woche standen 33 Schweizer Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens vor der Kamera. Orchestriert von Regisseur Chris Niemeyer entstand so ein pointierter Film gegen die No-Billag-Initiative, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung der Produktionsfirmen heisst.

Die beiden Schweizer Produktionsfirmen Plan B Film und B&B Endemol Shine produzierten den Kurzfilm in enger Zusammenarbeit. Die ganze Crew sowie alle Persönlichkeiten engagierten sich unentgeltlich.

Der Clip wurde am Donnerstagmorgen aufgeschaltet. Bis am späten Abend wurde er bereits über 5500 Mal geteilt und 200'000 Mal angesehen.


Mitgewirkt haben diese 33 Persönlichkeiten: Alain Nef (FCZ), Andrea Jansen (Moderatorin), Barbara Terpoorten (Schauspielerin), Baschi (Musiker), Birgit Steinegger (Comedian), Charles Clerc (Ex-«Tagesschau»), Christine Maier (Ex-«10vor10»), Delia Mayer (Schauspielerin), Dominique Rinderknecht und Tamy Glauser (Miss Schweiz, Model), Erich Gysling (Ex-«Rundschau»), Francine Jordi (Schlagersängerin), Fabian Unteregger (Comedian), Franz Hohler (Schriftsteller), Gülsha Adilji (Autorin), Jonathan Schächter (Moderator), Linda Fäh (Schlagersängerin), Luca Hänni (Musiker), Martin Ostermeier (Schauspieler), Martin Rapold (Schauspieler), Marc Sway (Musiker), Moritz Leuenberger (Alt-Bundesrat), Nemo (Musiker), Noah Veraguth (Musiker), Reto Stalder (Schauspieler), Sarah Meier (Ex-Eiskunstläuferin), Sarah Spale (Schauspielerin), Suly Röthlisberger (Schauspielerin), Romina Bunjaku (Gebärdendolmetscherin), Ursus und Nadeschkin (Comedians), Wanda Wylowa (Schauspielerin), Xavier Koller (Oscar-Gewinner). (pd/cbe)

 

 



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Kommentare

  • Reiner Pfeffinger, 07.02.2018 13:43 Uhr
    Der Spot zeigt anschaulich wie Populismus funktioniert: Der Angriff auf den "öffentlich-rechtlichen Rundfunk" widerlegt sich selbst durch die Argumentation des Populisten und deren Folgen! Dies ist nicht nur in der beschaulichen Schweiz so. Die Abschaffung der SRG führt zu einer massiven kulturellen Verarmung in der Schweiz und der Gefahr der Desinformation und Manipulation seiner unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen. Nicht umsonst wurde in den demokratischen Ländern in Europa (auch in der Schweiz) ein selbstverwaltender, öffentlich-rechtlicher Rundfunk geschaffen, dessen Unabhängigkeit in der Regel verfassungsmäßig legitimiert ist. Dementsprechend sind die Aufgaben (Grundversorgungsauftrag) nicht in die Beliebigkeit der Rundfunkanstalt gestellt. Auch die Finanzierung des öffentlich rechtlichen Rundfunks ist nicht in die Beliebigkeit des Rundfunkunternehmens gestellt. Rundfunkgebühren sind Teil des öffentlich rechtlichen Abgabesystems und haben daher Hoheitscharakter wie auch die Rundfunkanstalt selbst. Private Rundfunkanbieter unterliegen diesen Einschränkungen nicht und sind mehr oder weniger wirtschaftlichen und politischen Interessen unterworfen. Sie gewähren deshalb auch nicht eine verfassungstreue Grundversorgung. Eine andere Frage ist der Umgang mit den finanziellen Mitteln der SRG. Hier gilt ein umfassendes Transparentgebot, auf das die Bevölkerung ein Recht hat. Aus programmlicher Sicht ist die Frage zu klären, ob die Aufgaben der SRG mit den Angeboten der "Privaten" in Konkurrenz treten müssen. Falls die Volksabstimmung im März sich gegen die SRG entscheidet, wäre dies ein erheblicher Verlust an Demokratie in der Schweiz und öffnet für gelenkte private Sender wie z.B. RT alle Möglichkeiten der Einflussnahme. Dies wäre sehr bedauerlich für die sonst mustergültige Eidgenossenschaft.
  • Thomas Tribolet, 03.02.2018 09:33 Uhr
    Um es kurz und knapp zu schreiben, der Martin Rapold spielt das einfach extrem gut finde ich, 100 Punkte! Lieber Gruss, Thomas Tribolet
  • Robert Weingart, 02.02.2018 16:47 Uhr
    Dieses entweder-oder, auch in dieser Kommentarspalte, geht mir zünftig auf den S...Ja, die vielen Sendungen zu "no billag", z.B. bei SRF global über die Situation im Ausland, können als pro-Billag-Propaganda angesehen werden. Aber: Bleibt mal endlich sachlich, man muss Leutschenbach nicht als linkslastig schimpfen. Hoffentlich lernt das SRF aus dieser Diskussion und schrumpft sich zu einer vermünftigen Grösse. Übrigens: Ausländer zahlen doch auch Billag, oder? Warum macht die SRG ein Swissness-Halleluja-TV und wiederspiegelt nicht das richtige Leben in der Schweiz? Warum wird darüber nie diskutiert?
  • Jost Wirz, 02.02.2018 16:08 Uhr
    Ist es verboten, sich für seinen Job einzusetzen? Immerhin würden ein paar tausend Arbeitsplätze verschwinden. Ein Ja zu No-Billag hätte die grösste Massenentlassung in der Geschichte der Schweiz zur Folge.
  • Oliver Brunner, 02.02.2018 11:10 Uhr
    @Loriol Ich war an einer Veranstaltung, die Arthur Honegger moderierte. Am Schluss hängte er noch einen Viertelstündigen-Werbespot für die SRG an. Der Veranstalter war ausser sich und hat das dem Fernseh-Mann auch mitgeteilt (der einige Tausend Fränkli in die eigene Tasche gesteckt hat). Übrigens bin ich kein Rappenspalter, aber ich traue mir zu, in die Zukunft zu blicken. Das integrale TV ist am Ende (schneller als man glaubt, zuletzt haben neue Technologien sich viel schneller durchgesetzt, als erwartet). Jetzt baut SRF das Internet aus, dass ist nicht ihre Aufgabe, dort kommen sie übrigens auch mir in die Quere. Und zum Schluss, ich mag die blödsinnig nationalistische Argumentation "die Demokratie ist bedroht, ausländische Sender bedrohen unser Land, die helvetische Kultur geht unter etc." nicht mehr hören.
  • Chris Heyduk, 02.02.2018 09:02 Uhr
    Frau Loriol, die Film- und Musikschaffenden in diesem Spot machen in erster Linie Werbung für sich selber. Und überhaupt, ich bin für eine SRG mit News, Kultur und wissenschaftlichen Sendungen, aber nicht für diesen Unterhaltungsmüll. Wenn sich Herr Rapold & Co. mal dem Markt stellen müssten, dann käme vielleicht auch mal was Gescheites und Professionelles heraus. So aber werden unsere Gebühren (und Födergelder!) für drittklassige Produktionen verlocht.
  • Peter Salvisberg, 02.02.2018 08:16 Uhr
    Fehlen noch Radio Swiss Classic, Swiss Pop und Swiss Jazz - alle WERBEFREI und somit hörbar. Merci SRG!
  • Claudine Meylan, 02.02.2018 07:12 Uhr
    @Loriol: Das ist jetzt aber sehr pathetisch. Diese auch dank der SRG und der People-Presse gutverdienenden Promis und plädieren für Zwangssolidarität von weniger gut verdienenden Bürgern. Das Billag-Modell ist Umverteilung von unten nach oben. Nie gab es eine bessere Gelegenheit, 400 Fr. einzusparen. Für das Westschweizer und das Tessiner Radio wäre ich noch bereit, 100 Fränkli zu bezahlen, aber bestimmt nicht für das biedere, linkslastige Leutschenbach. Aber diese Möglichkeit der Differenzierung gibt es nicht mehr. Deshalb JA zu No Billag.
  • Christine Loriol , 01.02.2018 23:03 Uhr
    Oliver Brunner: bösartige Unterstellung und nd frei erfundene Behauptung. Alle, die sich in und mit diesen Spots engagieren, engagieren sich eben - auch wenn Sie sich das vielleicht nicht vorstellen können. Und sie engagieren sich für die Gesellschafte und die Schweiz, auch wenn das Ihren „Ich, ich, ich und meine 365 Franken“-Horizont evtl. übersteigt. Sie alle tun das freiwillig und gratis (stand im Artikel). Und es sind keine SRG-Angestellten dabei - die dürfen nämlich nicht. Um genau solche Kommentare wie Ihren nicht zu provozieren. Zivilgesellschaft nennt man das, Citoyens, Citoyennes.
  • Oliver Brunner, 01.02.2018 15:42 Uhr
    Es wurde doch immer vor der #NoBillag-Werbelawine, die Blocher & Co. angeblich finanzieren wollten, gewarnt. Seit Wochen bombardieren aber ausschliesslich SRG-Angestellte und andere Kopfsteuer-Profiteure mit Spots, Inseraten und einseitigen Podiumsgesprächen. Wobei erstere zwei wahrscheinlich oft teilweise mit Billag-Gelder bezahlt werden.
  • Marianne Erdin, 01.02.2018 14:48 Uhr
    Die SRG macht für uns auch klassische Servive public Sendungen wie Netz Natur, Einstein und das Gesundheitsmagazin PULS, die ohne öffentliche Mittel nicht finanzierbar wären.
  • Thomas Grond, 01.02.2018 13:23 Uhr
    Lieber Herr Heyduk Wie wäre es mit einem Kommentar, der sich auf den Inhalt des Spots bezieht? Oder mit einem wirklich einleuchtenden Grund, warum wir auf öffentlich-rechtliche Medien verzichten sollten? Einen solchen gibt es m.E. nämlich nicht. Ausser natürlich, Sie sind ein Freund von (Informations)Diktaturen der neoliberalen Form. Ein sehr schön gemachter Spot, der nur einen kleinen Schönheitsfehler hat. Das romanischsprachige Angebot von RTR wurde nicht erwähnt.
  • Chris Heyduk, 01.02.2018 09:17 Uhr
    Servelat- und Politpromis, ex-Missen, Schauspieler, Tschütteler - alles Leute, die eigentlich nicht mit öffentlichen Mitteln unterstützt werden sollten.
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