Der Tages-Anzeiger (TA) berichtet in seiner Dienstag-Ausgabe von der bedrohten Pressefreiheit in Rumänien. Durch Drohungen, Gewalt und finanzielle Aushungerung werde die rumänische Presse im Wahlkampf auf Regierungslinie gebracht. In diesem Zusammenhang vermeldet der TA, dass es auch Kritik am Eigentümer der Zeitung Evenimentul Zilei, der Schweizer Ringier AG, gebe. Durch einen guten Draht zur Regierung sollen Probleme mit der Wettbewerbskommission bezüglich des Kaufes des Titels aus der Welt geschaffen worden sein.
Michael Ringier habe Anfang 2004 an einem Medienseminar im noblen Karpatendorf Sinai teilgenommen, das auch von Rumäniens Premier Nastase, dem Aussenminister Mircea Geoana und anderen Regierungsmitgliedern besucht worden sei. Der Schweizer Konzern habe sich danach beim rumänischen Aussenminister schriftlich für das Treffen bedankt und ihn daran erinnert, dass der Entscheid der Wettberwerbskommission noch ausstehe. Der Kauf sei schliesslich reibungslos über die Bühne gegangen.

