06.12.2006

Jean Frey

Angestellte werden überwacht

Kontrolle von Telefon, Telefax, Internet und E-Mail.

Seit August lässt die Tamedia den Internetverkehr ihrer Mitarbeiter überwachen ("persoenlich.com" berichtete), nun zieht auch der Jean Frey Verlag nach: Er kontrolliert ab Anfang Jahr Telefon, Telefax, Internet und E-Mail sowie Hard- und Software der Beschäftigten. CEO Filippo Leutenegger hat gemäss einem Bericht der WoZ allen Angestellten ein Papier für den internen Gebrauch zugeschickt, welches über die neue Richtlinie informiert.

Zur Sichtung des E-Mail-Verkehrs, der Internetnutzung und der Telefonie kommt laut WoZ auch eine Videoüberwachung. Die Protokolle sollen zwölf Monate gespeichert und danach gelöscht werden, die Aufnahmen sollen nach sieben Tagen gelöscht werden. Der Verlag will bei Bedarf Einsicht in E-Mails nehmen, die nicht mit dem Vermerk "privat" gekennzeichnet sind.

Laut dem Zürcher Datenschutzbeauftragten Bruno Baeriswyl ist die neue Richtlinie der Jean Frey in gewissen Punkten "ganz klar datenschutzwidrig". "Sofern private Nutzung des E-Mail-Verkehrs gestattet ist -- und dies ist bei der Jean Frey AG grundsätzlich der Fall --, ist eine solche Kontrolle nicht erlaubt", sagt Baeriswyl gegenüber der WoZ. Er spricht von einer "sehr weitgehenden Überwachung ohne klare Abgrenzung zum Schutz der Privatsphäre der Mitarbeitenden".


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