18.03.2016

Mexico

Mehr Gewalt gegen Journalisten

Fast 400 Medienschaffende wurden im letzten Jahr angegriffen. Das sind 22 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Die Gewalt gegen Journalisten in Mexiko hat nach einem Bericht der Nichtregierungsorganisation Articulo 19 im vergangenen Jahr erneut zugenommen. 2015 seien in dem lateinamerikanischen Land 397 Aggressionen gegen Medienschaffende registriert worden. Das seien 22 Prozent mehr als im Jahr zuvor, hiess es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der Gruppe.

Demnach wurden sieben Journalisten im vergangenen Jahr getötet. Zu den Aggressionen gehörten zudem körperliche Angriffe auf Reporter, Anschläge auf Redaktionen und Drohungen. Mexiko gilt als eines der gefährlichsten Länder für Journalisten.

Die Vereinten Nationen und die Organisation Amerikanischer Staaten zeigten sich besorgt über die Situation. Fast die Hälfte der Aggressionen gingen nach Angaben von Articulo 19 von Vertretern des Staates aus. Die meisten Fälle wurden in dem Bundesstaat Veracruz im Osten und in Mexiko-Stadt gezählt, gefolgt von der Unruheprovinz Guerrero im Südwesten des Landes. (sda)


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