03.06.2016

Bakom

Auslandsangebot der SRG neu geregelt

Der Bund beteiligt sich mit knapp 20 Millionen Franken an swissinfo.ch, sowie TV5 und 3sat.

Der Bundesrat schliesst mit der SRG eine neue vierjährige Leistungsvereinbarung über das Informationsangebot für das Ausland ab. Bestandteile sind die zehnsprachige Internetplattform swissinfo.ch, die italienischsprachige Website tvsvizzera.it sowie die Zusammenarbeit mit den internationalen Fernsehsendern TV5 und 3sat.

Der Bund beteiligt sich von 2017 bis 2020 mit knapp 20 Millionen Franken pro Jahr. Die SRG habe den gesetzlichen Auftrag, die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer über Aktuelles in unserem Land zu informieren und die mediale Präsenz der Schweiz im Ausland zu fördern, heisst es in einer Medienmitteilung des Bakom.

Das Radio- und Fernsehgesetz verlangt vom Bundesrat und der SRG, dieses Angebot und die Finanzierung in periodischen Verträgen zu regeln. Mindestens die Hälfte der Kosten trägt der Bund. Im Vergleich zur ablaufenden Periode (2013 bis 2016) fallen die Bundesbeiträge in den nächsten vier Jahren rund 1,6 Millionen Franken tiefer aus.

In der neuen Leistungsvereinbarung werden auch qualitative und quantitative Vorgaben für die einzelnen Angebote formuliert. Zudem wird die SRG verpflichtet, über ihre Internet-Plattformen und die Kooperation mit TV5 und 3sat jährlich umfassend Bericht zu erstatten. (pd/lcv)


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KOMMENTARE

Sebastian Renold
03.06.2016 11:04 Uhr
So viel (verzettelte) Medienpräsenz im Ausland leisten sich nicht einmal weit grössere Länder: Das EDA nennt gleich mehrere Internet-Auftritte sein eigen. Auslandschweizer werden zusätzlich von der staatlich alimentierten Auslandschweizerorganisation im Internet, mit einer ebenfalls vom Bund bezahlten Hochglanz-Zeitschrift und einem (von selbst ernannten Moderaten gelenkten) eigenen "Auslandschweizer-Facebook" versorgt. Nicht zu vergessen das nationale Tourismus-Portal und weitere Werbeauftritte bis hin zu "Swissinfo", das vor seiner gegenwärtigen multimedialen Präsentation weit informativer gewesen war. Und alles zahlt der Schweizer Steuerzahler!
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