Direktor Marc Furrer vom Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) wird Anfang 2005 Präsident der Eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom). Der Bundesrat hat ihn am Freitag zum Nachfolger des abtretenden von Fulvio Caccia gewählt.
Der heute 53-jährige Solothurner Marc Furrer wurde vor zwölf Jahren zum ersten Direktor des damals neu geschaffenen BAKOM gewählt. Zuvor war der Rechtsanwalt und langjährige Radiojournalist von 1988 bis 1992 persönlicher Mitarbeiter seines SVP- Parteikollegen Bundesrat Adolf Ogi gewesen.
Unter Furrers Ägide wurden der Telekommunikations- und der Rundfunkmarkt geöffnet. Am von ihm vorbereiteten Weltgipfel vom Dezember 2003 in Genf über die Informationsgesellschaft führte Furrer die Verhandlungen über die politische Erklärung und den Aktionsplan. Auf Mandatsbasis wird er für die Schweiz auch die zweite Phase des Weltgipfels vorbereiten.
Die sieben Mitglieder zählende und aus Konzessionsgebühren finanzierte ComCom wurde vor sieben Jahren nach dem Vorbild der Wettbewerbs- und Bankenkommision für die Überwachung des Fernmeldesektors geschaffen. Sie wirkt als Schiedsrichterin im liberalisierten Fernmeldemarkt.
Zu den vorrangigen Aufgaben der ComCom gehört es, die Konzessionen für die Anbieter von Fernmeldediensten und für die Nutzer des Frequenzspektrums zu erteilen. Die Kommission entscheidet auch, wenn sich die Partner beim Zusammenschalten der Netze (Interkonnektion) nicht einigen können.
Ebenso ins ComCom-Pflichtenheft gehören gemäss Fernmeldegesetz unter anderem das Erteilen der Grundversorgungskonzession, die Genehmigung des nationalen Frequenzzuweisungsplans und der nationalen Nummerierungspläne sowie die Aufsichtsmassnahmen bei Verletzung von Gesetz und Konzession.

