16.01.2020

Ringier tritt VSM bei

Bei den Verlagen gehe es um Millionen

Die Rückkehr von Ringier zum Verlegerverband habe monetäre Gründe, so Kurt W. Zimmermann in der Weltwoche.
Ringier tritt VSM bei: Bei den Verlagen gehe es um Millionen
Eine neue Männerfreundschaft? Verlegerpräsident Pietro Supino und Ringier-CEO Marc Walder an der Dreikönigstagung. (Bild: Usgang.ch/April-Jay Buenviaje)

Ringier kehrt in den Verband der Zeitungsverleger zurück, wie an der Dreikönigstagung 2020 bekannt wurde (persoenlich.com berichtete). Auch wenn Ringiers CEO Marc Walder und Verlegerpräsident Pietro Supino, der Chef der TX Group, auf der Bühne gestrahlt hätten – es gehe «bei der neuen Männerfreundschaft» nicht um Gefühle. «Es geht um Geld», so Kurt W. Zimmermann in der aktuellen Ausgabe der Weltwoche.  

Es sei zu erwarten, dass das Parlament noch in diesem Jahr eine Vorlage auf den Tisch bringe und schliesslich rund 120 Millionen Franken für die Medienhäuser lockermache – 50 Millionen für die Förderung von Onlineangeboten und 70 Millionen für die verbilligte Postzustellung der Tages- und Wochenzeitungen. «Eine zerstrittene Verlagsbranche, die sich intern befehdet, hätte ihre Chancen auf zusätzliche Subventionen zerstört. Einigt euch erst, bevor ihr um Geld bettelt, hätte die Politik gesagt», so Zimmermann.

«Zimmi» rechnet vor, dass von den jährlichen 120 Millionen Franken aufgrund der Auflagenzahlen rund 40 Millionen an den Marktleader TX Media gehen würden. 25 Millionen würde CH Media einstreichen, je etwa 15 Millionen Ringier und die NZZ-Gruppe. Die restlichen 25 Millionen Franken gingen «an kleinere Internet- und Presse-Anbieter». «Damit ist die Versöhnung der Herren Supino und Walder und die Rückkehr von Ringier in den Verlegerverband erklärt», so Zimmermann. (cbe)

 

 



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