01.09.2010

"Der Bund"

Berner Tageszeitung mit positivem Ergebnis

Pietro Supino: "Berner Modell funktioniert."

Die einst serbelnde Berner Tageszeitung "Der Bund" steht wirtschaftlich wieder auf eigenen Beinen. Das Blatt, das im Mai 2009 vom Zürcher Verlagshaus Tamedia gekauft wurde, erreicht zum ersten Mal seit über zehn Jahren wieder ein positives Ergebnis. Dies sagte Tamedia-Verwaltungsratspräsident Pietro Supino am Mittwoch vor den Medien. Was dies in Zahlen bedeutet, will das Medienhaus nicht veröffentlichen.

Tamedia sei aber sehr froh, dass das Blatt ein ausgeglichenes Ergebnis abliefere. "Dies zeigt, dass das Berner Modell funktioniert, also zwei Zeitungen am selben Ort vom gleichen Verlagshaus kommen können." Die Leser seien vom Bund überzeugt, sagte Supino weiter. Tamedia erhalte viele positive Rückmeldungen. Tamedia kaufte den "Bund" im Mai 2009 und reduzierte die Zahl der Vollzeitstellen daraufhin von 54 auf 35. Gleichzeitig wurde der Preis für ein Jahres-Abo um rund 60 auf 398 Franken erhöht. 97 Prozent der Abonnemente wurden dennoch erneuert. Die Auflage beträgt heute 52'705 Exemplare.

Seit Oktober 2009 erscheint der "Bund" in enger Zusammenarbeit mit dem "Tages- Anzeiger". Dies bedeutet, dass der "Bund" zwar nach wie vor als eigenständiges Blatt gilt, ein grosser Teil der Artikel aber von der "Tagi"-Redaktion in Zürich stammt. Dies macht die Zeitungs-Produktion einiges günstiger. Weniger Freude hat die Tamedia-Geschäftsleitung an der Leistung der "Berner Zeitung", dem zweiten Berner Blatt des Zürcher Verlages: Die "BZ" verzeichnet im ersten Halbjahr 2010 einen Umsatzrückgang. Wie hoch dieser ist, will Tamedia nicht bekannt geben. (sda)


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