02.10.2025

Axel Springer

«Bild war meine Wunschdestination»

«Fertig pläuschlet», sagt Steffi Buchli. Am Montag startet die frühere Chief Content Officer von Ringier Medien Schweiz ihre erste Arbeitswoche bei Bild in Berlin. Im Interview erklärt sie, dass sie den «Newsroom der Zukunft» bauen will.
Axel Springer: «Bild war meine Wunschdestination»
«Ich lebe die Selbstständigkeit»: Steffi Buchli arbeitet künftig im Mandat für Bild und pendelt zwischen Zürich und Berlin. (Bild: Dan Cermak)

Frau Buchli, herzliche Gratulation zu Ihrem neuen Job bei Bild und Sport Bild.
Danke, ich freue mich sehr darüber.

Sie sind neu für die Newsroom-Transformation zuständig. Was heisst das konkret?
Die Newsrooms dieser Welt sind im Wandel, müssen auf die technologischen Weiterentwicklungen reagieren und ihre Glaubwürdigkeit zementieren. Das ist bei Bild nicht anders. Hier werde ich meine Erfahrungen einbringen und zusammen mit der Chefredaktion den Newsroom der Zukunft bauen.

«Wir haben uns mehrmals in Berlin getroffen»

Ist Bild auf Sie zugekommen oder wurden Sie selbst aktiv?
Marion Horn, die Vorsitzende der Chefredaktionen der Bild-Gruppe, ist nach meinem Abgang bei Ringier auf mich zugekommen. Wir haben uns dann mehrmals in Berlin getroffen und schliesslich zusammengefunden.

Welche Erfahrungen können Sie nach Berlin mitnehmen?
Ich lebe seit über 20 Jahren in Newsrooms. Ich habe bei MySports eine neue multimediale Struktur von der Pike auf aufgebaut. Ich habe dann zuerst Blick Sport und danach den Blick Newsroom neu strukturiert. Und «last but not least» habe ich für Ringier Medien Schweiz eine Zentralisierung der Medienproduktion über 20 Titel hinweg umgesetzt.

Werden Sie Ihren Wohnort nun von Zürich nach Berlin verlegen?
Nein, ich werde pendeln. Das lässt sich gut einrichten.

Hatten Sie noch andere berufliche Optionen im Auge?
Ich habe viele spannende Gespräche geführt in den letzten Monaten – ich hatte in meinem «Garden Leave» ja endlich Zeit dafür. Da haben sich natürlich Optionen aufgetan. Bild und Axel Springer waren aber sehr bald meine Wunschdestination.

«Ich bin im Mandat bei Bild, lebe also die Selbstständigkeit»

Hätte Sie die Selbstständigkeit auch gereizt?
Ich bin im Mandat bei Bild, lebe also die Selbstständigkeit. Ich habe andere – natürlich kleinere – Mandate und Aufgaben, auf die ich mich ebenfalls freue. Ich halte Keynotes, leite Panels und werde als Beraterin geholt, wenn es um Change unter Zeitdruck geht.

Wenn Sie auf Ihre Ringier- und Blick-Zeit zurückschauen, was haben Sie für Gefühle und Erinnerungen?
Es waren fünf tolle Jahre, in denen das Tempo unglaublich hoch war. CEO Marc Walder hat mich 2020 für die digitale Transformation von Blick Sport zu Ringier geholt – fünf Jahre später haben wir einen gemeinsamen Nenner für 20 Medientitel gesucht. Das war unglaublich spannend und hat mich wachsen lassen.

Wann beginnen Sie bei Bild?
Am kommenden Montag startet schon meine erste Arbeitswoche in Berlin. Es heisst also für mich: Fertig «pläuschlet».


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