27.08.2014

Gruner + Jahr

Bis zu 400 Arbeitsplätze werden abgebaut

Der Hamburger Verlag will 75 Millionen Euro einsparen.

Aus dem klassischen Verlag Gruner + Jahr soll nach dem Willen von Vorstandschefin Julia Jäkel ein "Haus der Inhalte" werden. Vor einem Jahr hat sie ihre Mitarbeiter auf einen langen Veränderungsprozess vorbereitet. Er kostet auch Arbeitsplätze.

Das Medienhaus Gruner + Jahr, das Zeitschriften wie "Stern", "Brigitte" und "Geo" herausgibt, streicht in den kommenden drei Jahren rund 400 Arbeitsplätze in Deutschland. Angesichts rückläufiger Marktentwicklungen im Printgeschäft sollen in diesem Zeitraum 75 Millionen Euro eingespart werden, teilte der Verlag am Mittwoch in Hamburg mit.

"Die Einsparungen sollen durch eine signifikante Reduzierung der Sach- und Personalkosten erreicht werden und betreffen alle Bereiche von Gruner + Jahr Deutschland." Der Verlag beschäftigt in Deutschland rund 2400 Mitarbeiter.

Sozialverträglicher Stellenabbau
Der Stellenabbau soll sozialverträglich und schrittweise auch unter Nutzung von Fluktuation und Altersteilzeit-Regelungen umgesetzt werden. Betriebsbedingte Kündigungen wurden nicht ausgeschlossen. Erste konkrete Massnahmen sollen es im Herbst geben.

Der Verlag steckt derzeit in einem Strukturwandel vom klassischen Zeitschriftenverlag hin zu einem digitalen Haus der Inhalte. Sowohl im Vertriebs- als auch im Anzeigenmarkt entwickele sich G+J bei vielen Titeln besser als der Markt, berichtete Vorstandschefin Julia Jäkel.

"Trotzdem müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass sich die Marktbedingungen grundlegend verändert haben." Geschäftszahlen zum Jahresverlauf 2014 wurden nicht veröffentlicht. (sda) 


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