27.09.2018

Linth24.ch

Bruno Hug gibt journalistisches Comeback

Der Ex-Chefredaktor der «Obersee-Nachrichten» wird Verleger des Onlineportals Linth24.ch.
Linth24.ch: Bruno Hug gibt journalistisches Comeback
Neuer Verleger von Linth24.ch: Bruno Hug. (Bild: zVg.)

Im vergangenen Dezember wurde Bruno Hug als Chefredaktor der «Obersee-Nachrichten» entlassen (persoenlich.com berichtete). Nun gibt er sein journalistisches Comeback: Er wird das Newsportal Linth24.ch übernehmen, wie die «Zürichsee-Zeitung» berichtet.

Hug gründete die «Obersee-Nachrichten» 1981 und verkaufte sie 1999 an die Somedia. Sein Abgang war unrühmlich: Nachdem er vom Kreisgericht Mels wegen seiner Kesb-Kampagne in erster Instanz verurteilt wurde, stellte ihn das Verlagshaus per sofort frei. Hug hat stets betont, seine Kesb-Artikel hätten jederzeit der Wahrheit entsprochen. In zweiter Instanz sprach ihn das St.Galler Kantonsgericht frei, das Verfahren ist aber nach wie vor pendent (persoenlich.com berichtete).

Auf dem Onlineportal Linth24.ch will Hug lokale Informationen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder dem Vereinsleben publizieren. Chefredaktor wird Mario Aldrovandi, der zuvor ebenfalls für die «Obersee-Nachrichten» tätig war.

«Die journalistische Zukunft spielt sich im Internet ab», meint Hug gegenüber der «Zürichsee-Zeitung». Deshalb soll die Oberseeregion nicht das einzige Wirkungsfeld von Linth24.ch bleiben. Vereinbarungen über Kopien des Portals in anderen Regionen bestünden bereits. Um mehr Beachtung zu finden und zeitgemässer zu wirken, werde die Website komplett überarbeitet und am 15. Oktober neu aufgeschaltet.

Hug und weitere Geldgeber investieren in das Gesamtprojekt über eine Million Franken. Das Portal soll sich über Werbung, Partnerschaften, bezahlte Artikel und Rubriken finanzieren. (maw)



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Kommentare

  • Franziska Gerber, 08.11.2018 12:52 Uhr
    Wäre schön, wenn es auch wieder eine gedruckte Ausgabe auf dem Markt geben würde. Mittlerweile haben wir ja keine Auswahl an Regionalzeitungen mehr. Und die ON ohne Zähne braucht es nicht mehr.

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