"Cash konnte sich lange Zeit in einem Freiraum bewegen und war relativ unbehelligt. Seither haben aber die Tageszeitungen sogar der Blick ihren Wirtschaftsteil massiv ausgebaut, und selbst die Tatsache, dass die NZZ in aufmüpfigen Artikeln mit dem Zürcher Filz abrechnet, ist neu. Jetzt müssen wir uns auf jene Phase vorbereiten, in der die Börse wieder in Schwung kommt." Das erklärt Cash-Chefredaktor Fred David gegenüber "persoenlich.com". Mit einem neuen Anleger-Magazin, das Ende Jahr auf den Markt kommen soll, will er nun in die Offensive gehen. Obwohl in diesen Tagen ein publizistischer Ausschuss mit Michael Ringier den Stapellauf noch genehmigen muss, dürfte die Publikation realisiert werden, wie David bestätigt: "Ich möchte dem Gremium nicht vorgreifen, doch gehen wir davon aus, dass unser Plan gut genug ist, um den Oberen zu genügen."
Dieser Plan ist schon sehr konkret. "Er klinkt sich ein in das Bestehende", sagt der Chefredaktor und meint damit, dass das neue Magazin eine Ergänzung zum Cash werden soll. Entsprechend wird im Namen des neuen Produkts die gut eingeführte Marke Cash vorkommen. Das neue Anleger-Magazin könnte beispielsweise Cash plus heissen und werde laut David weniger oft als wöchentlich erscheinen. Inhaltlich werden Themen, die einen längerfristigen Horizont haben, einen wichtigen Bestandteil einnehmen. Dazu gehören der Bereich Fonds genauso wie Steuern und (Lebens-) Versicherungen. "Der Anleger hat gemerkt, dass bei den Analysten vieles interessengebunden abläuft. Das ist eine grosse Chance für die Publizistik. Für uns ist es denn auch fundamental, das Vertrauen in unsere Informationen zu wahren und unabhängig zu sein", so David weiter. Nach der relativen Ruhe wolle er deshalb jetzt beschleunigen. Dabei gelte es, komplexe Zusammenhänge nach wie vor verständlich darzustellen.

