18.04.2010

AZ-Medien

CEO Bauer erwartet ein ausgeglichenes Ergebnis

Bekräftigt die Unabhängigkeit des Unternehmens.

Im Interview mit der Zeitung "Sonntag" hat Christoph Bauer, der neue CEO der AZ Medien, über seine Pläne mit der Mediengruppe gesprochen. "Das letzte Jahr war höchst unerfreulich und wir müssen dieses und nächstes Jahr eine Wende herbeiführen." 2009 resultierte ein Rekordverlust von 15 Millionen Franken, doch jetzt spürt die Mediengruppe Rückenwind: "Für 2010 erwarten wir auf Konzernebene ein ausgeglichenes Ergebnis", sagte der 39-Jährige. Bauer betont in dem Interview, dass das Unternehmen unabhängig bleiben wolle. "Die Vorgabe von Verleger Peter Wanner lautet: Die Firma bleibt ein Familienbetrieb mit ihm als Mehrheitsaktionär. Ich bin zuversichtlich, weil in der Familie Wanner die nächste Generation grosses Interesse am Unternehmen zeigt." Kooperationen seien möglich, aber: "Wir tasten den Kern der Unabhängigkeit nicht an, wir werden uns von keinem anderen Verlag abhängig machen."

Zudem möchte Bauer die nationale Ausstrahlung der "Mittelland Zeitung" verstärken und mit dem "Sonntag" weitere Kunden "ausserhalb unseres Hauptmarktgebietes" gewinnen. Einen Paradigmenwechsel prüft Bauer bei den Druckereien: "Auf lange Sicht gehören Druckereien und Systeme & Services nicht unbedingt zu unserem Kerngeschäft; das sind zudienende Dienste. Ob wir in Zukunft noch eigene Zeitungs-Druckereien haben werden, hängt allein von einer Kosten-Nutzen-Betrachtung ab." Und weiter: "Es ist tödlich für unsere Branche, wenn wir in der neuen Medienwelt zuerst an Druckereien und an die Technik denken. Am Anfang müssen doch die Bedürfnisse des Lesers und des Werbemarkts stehen! Bei allem, was nicht mehr wertschöpfend im Sinn unseres Mediengeschäfts ist, müssen wir uns überlegen, ob wir es selber machen oder einkaufen."


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