Martig wechselt per 1. April 2024 zur römisch-katholischen Landeskirche des Kantons Bern, wie kath.ch auf seiner Website schreibt. Dort übernimmt er den Aufbau eines neuen Kompetenzzentrums Kommunikation.
Unter Martig als Direktor und Chefredaktor sei die Plattform kath.ch zu einem aktuellen und relevanten Online-Medium in der Schweiz aufgestiegen, schreibt das Katholische Medienzentrum. Gemäss Mitteilung verdankt der Vorstand das Engagement Martigs.
«Katholisch, aktuell, relevant»
Von 2015 bis 2023 war Charles Martig Direktor des Katholischen Medienzentrums. Nach dem Abgang des Redaktionsleiters Raphael Rauch übernahm er im März 2023 zudem die Chefredaktion. Unter dem journalistischen Anspruch «katholisch, aktuell, relevant» habe er zusammen mit dem Redaktionsteam von kath.ch für mehr Transparenz in der katholischen Kirche gesorgt, schreibt kath.ch.
Zuletzt setzte kath.ch starke Akzente, insbesondere während der Missbrauchskrise in der Schweiz und der Weltsynode in Rom. Dabei seien auch heisse Eisen der Kirche wie Vertuschung von Missbrauch, Kirchenaustritte oder die Rolle der Frauen in der Kirche wichtige Themen für kath.ch, wird Martig in der Mitteilung zitiert. Kath.ch habe bei seiner Arbeit auf kritisch-loyale Zusammenarbeit mit den Auftraggeberinnen Schweizer Bischofskonferenz und Römisch-Katholische Zentralkonferenz gesetzt.
30 Jahre katholische Medienarbeit
Martig engagierte sich in den letzten 30 Jahren für die katholische Medienarbeit in der Deutschschweiz. Zuerst als katholischer Filmbeauftragter (1994-2001), dann als Geschäftsführer des Katholischen Mediendienstes in Zürich (2002-2014), der die Webplattform kath.ch aufbaute sowie die Zusammenarbeit mit Schweizer Radio und Fernsehen betreute. Als Direktor von kath.ch baute Martig ab 2015 einen katholischen Newsroom in Zürich auf, mit dem Ziel, für die katholische Kirche eine bessere öffentliche Sichtbarkeit zu erreichen.
Charles Martig war auch für die publizistische Neupositionierung verantwortlich, wie auch für den Aufbau einer Social Media Strategie und der Präsenz auf YouTube mit Videos für eine jüngere Zielgruppe. Im Mai 2023 folgte die Lancierung des neuen katholischen Podcasts «Laut + Leis» mit Sandra Leis als Host. Nicht zuletzt gelang es, gemeinsam mit den Medienzentren von Lausanne und Lugano ein nationale News-App zu entwickeln. (pd/nil)

