17.04.2026

SRF

Chefredaktion stellt sich hinter Redaktor

Gregor Meier, Nachrichtenchef und stellvertretender Chefredaktor von SRF, hat sich zum Fall Fischer geäussert.
SRF: Chefredaktion stellt sich hinter Redaktor
«Dass der Fall Patrick Fischer die Gemüter erregt, ist verständlich. Dass aber SRF-Reporter Pascal Schmitz jetzt zum Sündenbock gemacht wird, ist nicht akzeptabel», so SRF-Nachrichtenchef Gregor Meier auf LinkedIn. (Bilder: Keystone, SRF)

SRF-Redaktor Pascal Schmitz hatte während eines Porträtdrehs erfahren, dass Natitrainer Patrick Fischer 2022 mit einem gefälschten Covid-Zertifikat an den Olympischen Spielen teilgenommen hatte. Der Sender recherchierte und konfrontierte Fischer mit den Ergebnissen – worauf dieser noch am selben Abend selbst an die Öffentlichkeit ging. Danach publizierte SRF die Recherche ​​​​​​​​(persoenlich.com berichtete).

Gregor Meier, Nachrichtenchef und stellvertretender Chefredaktor von SRF, begründet auf LinkedIn den Entscheid in drei Punkten: Es habe sich nicht um ein vertrauliches Off-the-record-Gespräch gehandelt. Eine Nicht-Publikation hätte gegen die journalistischen Standards von SRF verstossen. Und das öffentliche Interesse sei zweifellos gegeben gewesen – wie die Reaktionen von Sportverbänden und Medien zeigten.

Meier wehrt sich auch gegen die Kritik an Redaktor Schmitz: Diesen zum Sündenbock zu machen, sei nicht akzeptabel – den Publikationsentscheid habe die Chefredaktion gefällt, nicht Schmitz.

Meier schliesst mit einem klaren Statement: «Ein Journalist, der die Wahrheit ans Licht bringt, ist nicht ein Verräter und nicht ein Denunziant. Sondern einer, der seinen Job richtig macht.» (cbe)


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KOMMENTARE

Duno Bergamin
21.04.2026 01:56 Uhr
Ja, es tut weh das zu lesen. Aber ein privates Gespräch am Mittagstisch ausnützen um sich zu profilieren ist weit unter der Gürtellinie. Da kann die ganze SRG mit der löblichen anstands Regelung und all die Juristen die das stützen in den Ausstand treten. Ich unterstütze nicht was Hr Fischer gemacht hat. Der Verrat nur um nacher ehrlich gegenüber uns Schweizer zu sein, dammit müsste ihr selber fertig werden. ?
Franco Ceppi
18.04.2026 17:31 Uhr
Ich gehe mit M. Perricone’s Bloginhalt auf dieser Plattform einig, dass der Chefredaktor zwingend in der „10vor10“-Sendung hätte Stellung nehmen müssen. Es ist die typische Eigenschaft der ‚geschützten Werkstatt SRF‘ dem Angestellten Journi statt den Rücken zu stärken, diesen um eine Ecke weiter auf diese Weise der öffentlichen Meinung gleichwohl zum Frass vorzuwerfen. Des Chef nachträgliche Rechtfertigung an dieser Stelle ist schlechter, eben typischer Werkstatt-Abteilungsleiter-Stil. Unsäglich wie überspannt Medien und Funktionäre ausserhalb ihres täglichen Hamsterrads in dieser Sache agier(t)en.
Victor Brunner
18.04.2026 07:28 Uhr
"Eine Nicht-Publikation hätte gegen die journalistischen Standards von SRF verstossen". SRF publiziert vieles nicht was von öffentlichen Interesse wäre . Beispiel die RKI-Protokolle! SRF/Schmitz wollten Fischer abschiessen und ein Primeurs landen!
Peter Schmid
18.04.2026 00:51 Uhr
Es tut weh diesen Rausschmiss akzeptieren zu müssen. Den Kommentar zu den unzähligen Vergehen, die wir tagtäglich feststellen und erdulden müssen aber ungestraft bleiben...erspar ich mir. Danke Patrick Fischer für die unzähligen Stunden und tollen Emotionen, die wir miterleben durften.
Roger Krebs
17.04.2026 22:14 Uhr
Traurig traurig tragisch und peinlich. Und wieder einmal frag man sich: Wieso muss ich diese Gebüren zahlen? Ich glaube, nein ich weiss, in der Schweiz werden jeden Tag Dutzende von Leuten verurteilt, die es verdient hätten an den Pranger gestellt zu werden... An Patrick Fischer: Du bist und bleibst ein Held. 3 Silbermedallien: Danke
Nicoleta Lieberherr
17.04.2026 19:29 Uhr
Was Patrick Fischer gemacht hat ist doch eine persönliche Angelegenheit und hat nichts mit seinem Job zu tun. Er hat aus persönlicher Überzeugung so reagiert (sich nicht impfen zu lassen und das Dokument zu fälschen), damit er die sportlichen Ziele erreichen und seinen Job bestens machen kann. Nur weil er in der Öffentlichkeit steht, ist die Strafe unverhältnismässig hart. Patrick, danke für alles was du für unsere National Eishockeymannschaft geleistet hast, was du alles dafür gegeben hast! Wir, deine/eure Fans (der ganzem Mannschaft), stehen hinter dir/euch und sagen chapeau für die tollen Leistungen! Danke vielmals!
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