13.02.2017

Neue Zürcher Zeitung

Chefredaktor twittert in Trump-Manier

Eric Gujer bedauert in den Sozialen Medien das Nein zur USR III. Seine Formulierung «So sad» führt zu vielen Reaktionen.
Neue Zürcher Zeitung: Chefredaktor twittert in Trump-Manier
NZZ-Chefredaktor Eric Gujer. (Bild: NZZ)

Nachdem das Schweizer Stimmvolk am Sonntag die Unternehmenssteuerreform III abgelehnt hat, sehen sich die Befürworter vor einem Scherbenhaufen. So auch die wirtschaftsfreundliche NZZ. 

Chefredaktor Eric Gujer verlieh seinem Bedauern über den Volkswillen auf Twitter Ausdruck. «Das Schweizervolk geht manchmal bemerkenswert gleichgültig mit den Grundlagen seines Wohlstands um», schrieb er. In Anspielung auf die Ausdrucksweise des US-Präsidenten Donald Trump fügte er an: «So sad» – allerdings ohne Ausrufezeichen.

Gujers Tweet löste viele Interaktionen aus. 41 Mal wurde er retweeted, 80 User klickten auf das Herz. In der nachfolgenden Debatte sorgte vor allem Gujers Trump-Manier für Reaktionen. Zahlreiche Journalisten und Politiker stimmten in die «So sad»-Tonalität ein und gaben einen Kommentar dazu ab.

All die prominenten Wortmeldungen liessen Gujer offenbar kalt. Jedenfalls sah sich der NZZ-Chefredaktor nicht gezwungen mit den Usern zu debattieren. So sad. (wid/eh)


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KOMMENTARE

Josua Wartenweiler
15.02.2017 11:33 Uhr
Meister, bleib bei Deinem Leisten! Guyer hat in seinem eigenen Blatt genug zu tun; wozu braucht er Twitter?
Ina Knuchel
14.02.2017 08:11 Uhr
So sad - ja, bitte etwas entspannter in Diskussionen würde nicht schaden. Es gibt nicht nur Schwarz und Weiss.
Hanspeter Bürgin
13.02.2017 18:34 Uhr
statt sich der Krik zu stellen, blockiert Guyer lieber andere Journlisten auf Twitter. Typische NZZ-Arroganz.
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