30.09.2016

Schweizer Illustrierte

Chris von Rohr kontert Peter Rothenbühler

Der SI-Kolumnist hatte behauptet, der Rockmusiker sei auf Sophie Hunger eifersüchtig, weil diese mit 100'000 Franken ausgezeichnet wurde. Der Konter kommt in der gleichen Tonalität.
Schweizer Illustrierte: Chris von Rohr kontert Peter Rothenbühler
Lässt sich die Kritik von SI-Kolumnist Peter Rothenbühler nicht gefallen: Musiker Chris von Rohr. (Bild: Keystone)

Unter dem Titel «Lieber Peter Rothenbühler» schreibt der Solothurner Rockmusiker Chris von Rohr in der aktuellen Ausgabe der «Schweizer Illustrierten» einen offenen Brief an den SI-Kolumnisten (Artikel nicht online verfügbar). Auslöser ist eine Kolumne Rothenbühlers, in welcher er «Kopftuchträger» von Rohr und seinem Kollegen Polo Hofer unterstellte, wegen der Vergabe des mit 100'000 Franken dotierten «Schweizer Grand Prix» an die Schweizer Musikerin Sophie Hunger eifersüchtig zu sein.

«Zum Glück sind unsere Kulturpolitiker inzwischen aufgeschlossener als diverse Altrocker, die zwar die Rebellen spielen, von der grossen Freiheit singen, aber eigentlich nur davon träumen, am Tropf des Staates zu hängen», so Rothenbühler vergangene Woche.

Mehr Respekt

Der Konter von Chris von Rohr in der aktuellen SI-Ausgabe ist in der gleichen Tonalität. «Polo und ich seien ‹Neider›?! Neidisch auf was? Auf ein bisschen Erfolg? Auf Geld? Auf glanzfreie Kulturkuchen-Auszeichnungen? Ich wurde so erzogen, dass Neid nur hemmt und dich selbst klein macht. Ich gönne jedem Menschen, Frauen sowieso, Erfolg und gehöre nicht zu den ewig frustrierten CH-Künstlern. Mit Krokus touren wir seit Jahrzehnten erfolgreich durch Europa und Amerika», gibt der Solothurner an die Adresse von Rothenbühler zurück.

«Du nennst uns abschätzig dummschwätzende ‹Altrocker› und ‹Kopftuchträger›. Typisch: Wenn man euch mal kritisiert, fühlt ihr euch beschimpft. Ihr selbst beschimpft, aber seht es natürlich als Kritik! Ein bisschen Respekt gegenüber jenen, die wirklich Schweizer Musikgeschichte geschrieben haben, und zwar ohne Steuergelder und Gehätschel von Kulturredaktionen, wäre vielleicht angebracht.» (ma)


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