20.11.2006

Bund

Dani Landolf nimmt den Hut

Chefredaktor a. i. verlässt das Blatt per Januar 2007.

Dani Landolf, interimistischer Chefredaktor des Berner Bunds, verlässt die Redaktion auf Ende Januar 2007 hin. Er suche eine neue Herausforderung, teilt der Medienschaffende in einem Schreiben an die "persoenlich.com"-Redaktion mit. Landolf will sich nach acht Jahren beim Bund eine Pause gönnen. Was letztlich der Auslöser für die Kündigung war, sagt er auf Anfrage von "persoenlich.com": "Ich kann nicht verhehlen, dass mein Weggang damit zu tun hat, dass ich das Rennen um das Amt des Chefredaktors nicht gemacht habe."

Der Verwaltungsrat hatte sich vergangenen September dafür entschieden, die Chefredaktorenstelle im Januar 2007 mit Artur K. Vogel zu besetzen. Dieser tritt die Nachfolge von Hanspeter Spörri an. Vogel hat Landolf angeboten, als stellvertretender Chefredaktor im Amt zu bleiben. Landolf lehnte ab. Er verlässt die Redaktion nach eigenen Angaben ohne Groll -- "und mit der Überzeugung, dass der Bund hierzulande immer noch eine der wenigen sehr guten Zeitungen ist."

Trotz der schwierigen letzten fünf Jahren, die der von Sparmassnahmen gezeichnete Berner Bund hinter sich hat, zieht Landolf ein positives Fazit seiner journalistischen Tätigkeit in Bern: "Wir haben erreicht, dass der Bund trotz der Sparmassnahmen weiterhin den Anspruch einlösen kann, eine gute politische Zeitung für ein anspruchsvolles Publikum zu sein." Er hofft, dass der Kampf ums Überleben auch in Zukunft erfolgreich sein wird.


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