Am Donnerstag Abend wurde im ZKO-Haus des Zürcher Kammerorchesters der diesjährige Zürcher Journalistenpreis vergeben. Aus 154 Einsendungen wurden fünf Arbeiten ausgezeichnet. Die Gewinner heissen: Peter Baumgartner, René Brunner, Hansi Voigt und Ursula Gabathuler, Christoph Schering, Peer Teuwsen und Karin Wenger. Ehrengast der Preisverleihung war Regierungsrat Markus Notter.
Der mit 10'000 Franken dotierte Hauptpreis für das Gesamtwerk geht an Peter Baumgartner. Er war während 32 Jahren für den Tages-Anzeiger tätig, die letzten zehn Jahre berichtete er aus Afrika. Der leidenschaftliche Journalist alter Schule habe mit den Afrikanern geredet, sei mit ihnen gereist, und habe der leserschaft so den Kontinent im wahrsten Sinne des Wortes "von unten" näher gebracht, sagte Esther Girsberger in der Laudatio.
Peer Teuwsen stellvertretender Chefredaktor des Magazins, gewann für sein Interview mit Orhan Pamuk den zweiten Preis. Das Gespräch sei um die Welt gegangen, hiess es in der Laudation von Fredy Gsteiger. Das gut geführte und wichtige Interview habe grosse Wirkung gezeigt.
Weiter wurden Hansi Voigt und Gabathuler für ihren Artikel "Sozialhilfe: Was ist Armut?" ausgezeichnet, der im Beobachter erschien. Die beiden hätten das Thema Armut auf eine konkrete Ebene herunter geholt. Erst dies mache eine echte gesellschaftspolitische Diskussion möglich, würdigte Susanne Mühlemann die prämierte Arbeit.

