12.01.2015

Mediapulse

Deutschschweizer sehen täglich mehr als zwei Stunden fern

Zeitversetzte Nutzung wird immer beliebter.
Mediapulse: Deutschschweizer sehen täglich mehr als zwei Stunden fern

Die Deutschschweizer sehen jeden Tag mehr als zwei Stunden fern. Im Durchschnitt sind es exakt 125,6 Minuten, wie Mediapulse am Montag mitteilte. Immer mehr Menschen halten sich aber nicht ans Programm, sondern schauen sich Sendungen verspätet an, etwa im Internet.

Durchschnittlich sahen im zweiten Halbjahr 2014 jeden Tag rund 64,6 Prozent der Menschen in der Deutschschweiz fern. In der Westschweiz war der Anteil der TV-Konsumenten mit 64,9 Prozent in etwa gleich hoch - doch die Geräte liefen länger, nämlich durchschnittlich 139,3 Minuten pro Tag.

Ausdauerndere Zuschauer waren die Menschen in den italienischsprachigen Landesteilen: 71,6 Prozent schalteten täglich den Fernseher ein, und im Mittel wurde während fast drei Stunden geschaut, nämlich während 167,7 Minuten.

Zeitversetzte Nutzung wird beliebter
Zugenommen hat Fernsehen ohne Bindung an feste Sendezeiten, zum Beispiel über das Internet: Im zweiten Semester entsprachen in der Deutschschweiz 7,4 Prozent der Sehdauer der sogenannten zeitversetzten Nutzung gegenüber 6,2 Prozent im ersten Halbjahr.

Westschweizer nutzen die Möglichkeit, das Fernsehprogramm selbst festzulegen, öfter. In der Romandie wurden 9,9 Prozent zeitversetzt geschaut gegenüber 8,0 Prozent im ersten Halbjahr. Im Tessin waren es 7,7 gegenüber 5,6 Prozent im ersten Semester.

Die Statistik erfasst Sendungen, die bis sieben Tage nach der Ausstrahlung gesehen wurden. Gemessen wird die Fernsehnutzung auf Fernsehgeräten, Desktop-Computern und Laptops.

In der Deutschschweiz hatte SRF1 mit durchschnittlich 19,5 Prozent den höchsten Marktanteil (erstes Halbjahr: 19,3 Prozent). Danach folgt SRFzwei mit 9,8 (12,3 Prozent). Gegenüber dem ersten Halbjahr etwas eingebüsst haben die dahinter folgenden deutschen Sender. Der Anteil von ARD sank von 5,5 auf 5,2 Prozent, derjenige des ZDF von 5,5 auf 5,1 Prozent.

Die Stiftung Mediapulse ist unabhängig. Sie bekommt vom Bund den Auftrag, die offiziellen Kennwerte der Radio- und TV-Nutzung in der Schweiz zu messen. (sda)

Bild: Keystone


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