22.04.2026

WOZ

Die Wochenzeitung erscheint im neuen Gewand

Neben einem komplett neuen Layout erweitert die genossenschaftlich organisierte Wochenzeitung ihre inhaltliche Struktur um ein drittes Ressort und mehrere neue Rubriken.

Gestaltet haben das neue Layout Martin Stoecklin und Melina Wilson vom Zürcher Büro A Language. Olga Prader entwarf die Piktogramme. Die WOZ setzt dabei weiterhin stark auf die gedruckte Zeitung.

Das bisherige Zwei-Ressort-Modell (Politik und Kultur) wird um den Bereich «Gesellschaft» erweitert, der Themen wie Bildung, Gesundheit und Ökologie abdeckt.

Vier neue Kolumnistinnen

Neu erscheint wöchentlich in der Rubrik «Vorort» eine Reportage von einem aktuellen Schauplatz. Ebenfalls neu erscheinen Kolumnen der Schriftstellerinnen Dorothee Elmiger und Enis Maci sowie der WOZ-Redaktorinnen Anna Jikhareva und Daria Wild. Die Kolumnen von Stefan Gärtner und Ruedi Widmer erscheinen dagegen nicht mehr. Widmer bleibt der Zeitung als Zeichner erhalten.

Den Leitartikel zur Erstausgabe im neuen Layout nutzt Co-Chefredaktor Renato Beck für eine Generalabrechnung mit der Schweizer Medienbranche. Er diagnostiziert eine «dritte Welle der Selbstzerstörung»: Vom Techfieber gepackt, überböten sich die Verlage mit dem Ersatz redaktioneller Prozesse durch KI. Noch dieses Jahr könnte es bei einem Grossverlag wegen KI-bedingter «Effizienzgewinne» zu Massenentlassungen kommen.

Zeitung gehört seit 1981 den Mitarbeitenden

Gemäss der Medienmitteilung erzielte die WOZ im vergangenen Jahr einen Umsatz von 5,7 Millionen Franken. Rund 60 Angestellte teilen sich 37 Vollzeitstellen. Die Zeitung gehört seit 1981 ihren Mitarbeitenden und finanziert sich zu über neunzig Prozent über Abonnemente. Wenige Wochen nach dem Print-Relaunch soll auch die App erneuert und um eine Hörfunktion erweitert werden. (pd/nil)


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